Breakfast Club: Hummels nennt das WM-Aus „nah an peinlich“
- Mats Hummels: Nach dem erneuten frühen WM-Aus findet er sehr deutliche Worte und spricht von „nah an peinlich“.
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Breakfast Club. Nach dem nächsten frühen WM-Aus der deutschen Mannschaft werden die Worte deutlicher. Mats Hummels spricht nach dem Ausscheiden von „nah an peinlich“ und sagt, Deutschland spiele „aktuell keine Rolle im Fußball“.
Deutschland verpasst zum dritten Mal in Folge das WM-Achtelfinale. In der Diskussion über das Aus geht es nicht nur um das Ergebnis, sondern um grundsätzliche Fragen zur Qualität und Entwicklung des Teams.
Breakfast Club: Hummels wird nach dem Aus sehr deutlich
Der frühere Nationalspieler Mats Hummels bringt seine Enttäuschung klar auf den Punkt: „Es ist eine herbe Enttäuschung, es ist nah an peinlich. Es tut weh, dass Deutschland im Fußball aktuell keine Rolle spielt“, sagt er.
Hummels kritisiert dabei auch, was aus seiner Sicht seit Jahren fehle: „Es fehlt an mehreren Ecken, es fehlt die individuelle Klasse auf den meisten Positionen. Auf ganz wenigen haben wir sie. Es fehlt eine Resilienz, es fehlt dieses unbedingt gewinnen wollen, alles dafür tun.“
Zahlen, Ballbesitz, Elfmeterschießen: Das passt alles nicht zusammen
Die Statistik zum Spiel unterstreicht den Frust: 69 Prozent Ballbesitz, 22:7 Torschüsse, 16:6 Ecken und 32:13 Flanken, am Ende aber nur ein Treffer gegen den 34. der FIFA-Weltrangliste. Entscheidend wurde erneut ein Elfmeterschießen, das Deutschland erstmals bei einer WM verlor.
In der Turnierbilanz wird es ebenfalls düster: Inklusive EM erreichte Deutschland bei den vergangenen fünf Turnieren nie das Halbfinale. Von den letzten fünf K.o.-Spielen bei EM und WM gewann das Team nur eines, 2024 im Achtelfinale in Dortmund gegen Dänemark.
Emotionen im Studio, klare Forderungen nach Veränderungen
MagentaTV-Kommentator Marco Hagemann reagiert in der Sendung emotional: „Ich bin fassungslos, sprachlos, ich bin total auf Zinne. Das ist wirklich bodenlos gewesen dieses Spiel.“ Er sieht wiederkehrende Probleme: „Es zeigt, dass wir seit langer Zeit immer wieder die gleichen Fehler machen. Wir schätzen Dinge überhaupt nicht realistisch ein, den ganzen Leistungsstand nicht.“
Sportjournalistin Katharina Reckers fordert Konsequenzen: „Da braucht es jetzt grundlegende Veränderungen. Mit einem "weiter so" kommt hier keiner voran. Da muss richtig durchgewürfelt werden.“
Andrich: Deutschland gehört aktuell nicht zu den Top 6
Auch aus dem Team kommen selbstkritische Töne. Mittelfeldspieler Robert Andrich sagt: „Die Frage ist, ob wir noch dahin gehören, wo wir uns immer sehen? Wenn wir ehrlich sind, sind wir nicht unter diesen Top-6-Mannschaftten.“
Jürgen Klopp, über den parallel als mögliche Trainer-Option gesprochen wird, bremst Spekulationen und blickt auf das Grundsätzliche: „Ich habe einen Job und wir haben einen Bundestrainer. Unabhängig von meiner Person müssen sich ganz viele Dinge ändern. Wir müssen Schritt für Schritt wieder dahinkommen, wo wir waren.“ [red]
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |