phoenix: Heidi Reichinnek erklärt den Kurs der Linken zur Regierung
- Heidi Reichinnek spricht beim Parteitag in Potsdam über die Rolle der Linken zwischen Opposition und Regierung. Im Mittelpunkt stehen „rote Haltelinien“ und die Frage, wo Zusammenarbeit möglich ist.
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phoenix. Soll Die Linke lieber in die Regierung oder in die Opposition. Für Heidi Reichinnek ist das nicht die entscheidende Frage. Beim Parteitag in Potsdam machte die Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linken klar, woran sie die Richtung festmacht.
„Unser Kompass ist ganz klar. Wenn wir etwas für die Menschen im Land erreichen können, wenn wir die Demokratie verteidigen können, dann sind wir Linke da“, sagte Reichinnek im Gespräch mit dem Fernsehsender phoenix. Und sie setzte nach: „Ob Opposition oder Regierung, es geht darum, etwas zu verändern. Das können wir in allen Rollen“.
Wie Reichinnek auf Unterschiede zwischen Ländern blickt
Reichinnek betonte, die Entscheidung über eine Regierungsbeteiligung sei auch eine Frage der Perspektive. Als Beispiele nannte sie unterschiedliche Situationen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Berlin. Gleichzeitig kündigte sie klare Grenzen an. „In dieser Vielfältigkeit müssen wir aber trotzdem klar sagen, hier sind rote Haltelinien, das ist mit uns nicht zu machen“, sagte sie.
phoenix: Kritik an der CDU und klare Ansage zum Osten
Deutlich wurde Reichinnek auch beim Blick auf das Verhältnis zur CDU. „Wir sind nicht diejenigen, die die ganze Zeit einen Unvereinbarkeitsbeschluss vor uns her tragen, sondern sind diejenigen, die wirklich inhaltlich arbeiten“, sagte sie. Mit Blick auf mögliche Zusammenarbeit ergänzte sie: „Und wir sind da bereit, mit allen demokratischen Parteien beziehungsweise Fraktionen auch gemeinsam nach vorne zu gehen. Aber solange man sich wie Teile der Union hinstellt und so tut, als ob zwischen AfD und Linke irgendwelche Gemeinsamkeiten bestünden, solange wird es natürlich schwierig.“ Zum Schluss setzte Reichinnek einen weiteren Schwerpunkt. „Wir werden den Osten niemals den Nazis überlassen.“ [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |