Die Geiseln des Terrors: So rekonstruiert das ZDF Kabul 2001
- Die Geiseln des Terrors rückt die Geiselnahme von Shelter Now in Kabul im Jahr 2001 in den Mittelpunkt. Der Zweiteiler startet Anfang September in der Mediathek und läuft kurz darauf im ZDF.
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Die Geiseln des Terrors. Vor 25 Jahren gerieten acht ausländische Entwicklungshelfer von Shelter Now in Kabul in die Gewalt der Taliban. Das ZDF rekonstruiert die Ereignisse von 2001 in einem zweiteiligen Dokudrama, das im September im Fernsehen läuft und vorher in der Mediathek startet.
Mehr als 100 Tage lang waren sechs Frauen und zwei Männer inhaftiert, darunter vier Deutsche. Am Ende kamen sie unter dramatischen Umständen frei.
Haft, Schauprozess und der Blick zurück
Der Film erzählt die Geschichte in Interviews, Zeitzeugenberichten und Spielszenen, inklusive der Haftbedingungen in Afghanistan und eines Schauprozesses wegen angeblicher christlicher Missionierung. Nach dem 11. September wurde deutlich, dass Shelter Now-Direktor Georg Taubmann und die anderen Gefangenen von Anfang an als Geiseln gehalten wurden.
Nach dem Zusammenbruch des Taliban-Regimes retteten US-Truppen die Shelter Now-Mitarbeiter, auch inhaftierte Ortskräfte kamen frei. Taubmann kehrte bereits 2002 nach Kabul zurück, später gingen auch die Deutschen Silke Vopel, Kathrin Jelinek und Margrit Stebner für einige Jahre wieder dorthin.
Die Geiseln des Terrors: Sendetermine und Mediathek
Das Dokudrama läuft in zwei Teilen am 8. und 9. September im ZDF, Teil eins um 20.15 Uhr, Teil zwei um 1.45 Uhr. In der ZDF-Mediathek steht der Film bereits ab 4. September bereit.
Parallel dazu trafen sich die vier deutschen und drei weitere ausländische Ex-Geiseln „25 Jahre danach“ zu einem mehrtägigen Wiedersehen in der Oberpfalz. Mit dabei waren auch die US-Amerikanerinnen Dayna Curry und Heather Mercer sowie Diana Thomas aus Australien, Peter Bunch nahm per Videokonferenz teil.
Wiedersehen in der Oberpfalz: „sehr ermutigt“
Georg Taubmann sagte über das Treffen: „Wir sind unserem Gott, unseren Regierungen und allen, die sich für uns eingesetzt haben, sehr dankbar“. Margrit Stebner betonte rückblickend die Unterstützung durch Gebet: „Wir danken jedem, der damals für uns gebetet hat.“ [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |