Diese Ausstellung in Bad Dürkheim zeigt, was viele lieber übersehen
- Besucher schauen sich eine Ausstellung an und stoßen auf Themen, die viele im Alltag verdrängen.
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Bad Dürkheim. Kleidung als stummes Zeugnis, dahinter zwölf Schicksale: Im Stadtmuseum in der Römerstraße 20/22 wird die Ausstellung „Was ich anhatte“ am Mittwoch, 6. Mai, eröffnet und ist bis Mittwoch, 20. Mai, zu sehen.
Die Wanderausstellung von Kuratorin und Dokumentarfilmerin Beatrix Wilmes macht anonymisiert Erfahrungen von zwölf Frauen und Mädchen öffentlich, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. Gezeigt wird die Kleidung, die die Betroffenen während der Tat getragen haben.
Begleitete Führungen für Schulklassen ab Jahrgangsstufe 9
Wie die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Christina Koterba-Göbel, erklärt, soll das Projekt sensibilisieren und mobilisieren. Die Kleidung könne niemals eine Rechtfertigung für sexualisierte Gewalt sein.
Johanna Born, Leiterin des Bad Dürkheimer Frauenhauses Lila Villa, betont, die Ausstellung gebe Betroffenen eine Stimme, mache Mut, sich zu öffnen und Hilfsangebote zu nutzen. Sie räume außerdem mit Vorurteilen auf und zeige, dass jede Frau betroffen sein könne.
Die Ausstellung ist eine Kooperation der Gleichstellungsbeauftragten, des Stadtmuseums, des Frauenbeirats und des Vereins Frauenhaus Lila Villa. Finanziell unterstützt wird sie durch die Stiftung des Landkreises und die Sparkasse Rhein-Haardt.
Für Schulklassen des Landkreises ab Jahrgangsstufe 9 bietet die Fachberatungsstelle Lila Villa begleitete Führungen mit pädagogischem Rahmenprogramm an. Diese sind laut Mitteilung auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten des Stadtmuseums möglich, die Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr sind.
Weitere Informationen und Termine können Lehrkräfte bei der Fachberatungsstelle des Frauenhauses vereinbaren unter 06322/620720 oder per E-Mail an fachberatung@lilavilla-duew.de.
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |