Spezialeffekte und Uraufführung krönen das 8. Jahreskonzert des MBO
Musikalischer Aufstieg ins Himmelreich

Das Moderne Blasorchester Kurpfalz-Oppau (MBO) unter der Leitung von Dirigent Dominique Civilotti spielte große Werke der sinfonischen Blasmusik am achten Jahreskonzert unter dem Motto „Aus der Unterwelt ins Himmelreich“.
  • Das Moderne Blasorchester Kurpfalz-Oppau (MBO) unter der Leitung von Dirigent Dominique Civilotti spielte große Werke der sinfonischen Blasmusik am achten Jahreskonzert unter dem Motto „Aus der Unterwelt ins Himmelreich“.
  • Foto: MBO / ps
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Konzert.Am Samstag, 15. Juni, gab das Moderne Blasorchester Kurpfalz-Oppau (MBO) sein achtes Jahreskonzert im Bürgerhaus Oppau. Dirigent Dominique Civilotti stellte den Abend unter das Motto „Aus der Unterwelt ins Himmelreich“. Über 350 Zuhörer verfolgten gebannt die musikalische Darbietung des Orchesters, welches sich vor acht Jahren aus dem Spielmannszug entwickelt hat.

Pünktlich um 18 Uhr nahmen die fünfzig Laienmusiker auf der Bühne Platz und eröffneten das Konzert mit Jaques Offenbachs Ouvertüre aus „Orpheus in der Unterwelt“. Danach begrüßte Maren Berger, erste Vorsitzende des MBOs, die Gäste im gut besetzten Saal des Bürgerhauses Oppau. Anschließend moderierte Dirigent Civilotti die folgenden Musikstücke an, mit interessanten Fakten und Anekdoten.
In der zweiten Hälfte lief das MBO zur Höchstform auf. Die Uraufführung des Stückes „Aus der Unterwelt ins Himmelreich“ des Mannheimer Komponisten Kim-Dirk Linsenmeier wurde vom Publikum und Musikern gleichermaßen gefeiert. Das Werk wurde dem MBO durch Lindenmeier auf den Leib geschrieben, zudem unterstütze der Komponist das Posaunenregister bei seiner eigenen Uraufführung. Zur musikalische Entwicklung des uraufgeführten Werkes erzählte Dirigent Civilotti, wie sich sein Musikkollege Linsenmeier durch das Konzertmotto, aber auch durch englische Vorbilder wie den zuvor gespielten Holst inspirieren ließ.

Dem Duo Infernale aus Dirigent und Komponisten wurde im Anschluss auf der Bühne ausgiebig gedankt, vor allem für das gegenseitige Vertrauen zwischen Dirigenten und Orchester, sowie das Geschenk der Uraufführung an das Orchester.

Civilotti wiederum bedankte sich bei seinen Musikern für den außergewöhnlichen musikalische Geist und den großartigen Zusammenhalt. Diese zwischenmenschliche Stimmung macht das Orchester wirklich besonders. Das Publikum sah es genauso und spendete begeistert Beifall.

Nun trat das MBO seinen Kraftakt an, denn das letzte Stück - Robert W. Smiths „Divine Comedy“ - im Programm hatte es nochmal in sich: Vier Sätze mit einer Gesamtspielzeit von dreißig Minuten verlangten den Musikern volle Konzentration und Hingabe. Spezialeffekte wie leidendes Jammern, sakrale Gesänge oder höllisches Kettenrasseln erzeugten eine mystische Atmosphäre. Anspruchsvolle Solo-Stellen, in Blech und Holz emotional vorgetragen, taten ihr Übriges für den Gänsehauteffekt. Das Publikum fieberte konzentriert dem Ausstieg ins Paradies entgegen und entlud seine Begeisterung in tosendem Applaus.
Ein gelungener, anspruchsvoller Abend, der die erstaunliche Entwicklung des MBOs zeigt. Vor acht Jahren übernahm Dirigent Civilotti einen Haufen von neun Musikumsteigern aus dem Spielmannszug, der sich unter einer Leitung zu einem hochmotivierten, hörenswerten Blasorchester herangewachsen ist. ps

Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl

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