Paris Fashionweek F/W 2026 Saison
Alisa Mattern zeigt ihr Können auf edler Bühne
- Auch Alisa Mattern vertrat das deutsche Handwerk bei der Paris Fashionweek FW 2026 Saison hervorragend
- Foto: FWA Fashionweek Association
- hochgeladen von Marianne Foregger
Als am 08.03.2026 im Rahmen der Paris Fashion Week die Kollektionen für Herbst und Winter 2026 gezeigt wurden, war auch das Schneideratelier von Alisa Mattern Teil eines offiziell lizenzierten Side-Events der FWA Fashionweek Association im Luxushotel La Maison Champes Elysees. Für die junge Designerin bedeutete dieser Auftritt vor internationalem Publikum vor allem eines: die eigene Handschrift sichtbar zu machen, fernab industrieller Routinen.
Seit 2016 führt Alisa Mattern ihr Atelier in Deutschland, bewusst abseits der großen Modemetropolen. In dieser ruhigen Umgebung entstehen Entwürfe, die weniger vom Tempo der Branche als von handwerklicher Genauigkeit und persönlichem Anspruch geprägt sind. Mode ist hier kein Produkt von der Stange, sondern das Ergebnis eines Prozesses, bei dem jede Entscheidung Gewicht hat.
Als Maßschneidermeisterin und Schnittdirektrice bringt Mattern ein solides technisches Fundament mit. Gleichzeitig zeigt sich in ihrer Arbeit ein feines Gespür für Proportionen, Materialien und Linienführung. Dass sie sich bereits mit 25 Jahren selbstständig gemacht hat, wirkt rückblickend folgerichtig. Der Wunsch, unabhängig zu gestalten und eigene Ideen umzusetzen, ist bis heute spürbar.
Im Zentrum ihres Ateliers stehen handgefertigte Einzelstücke mit klarem Couture-Anspruch. Jede Naht, jedes Detail ist bewusst gesetzt, nichts wirkt beiläufig. Besonders in der Brautmode zeigt sich diese Haltung. Die Kleider verbinden eine zeitlose Ästhetik mit präziser Verarbeitung und richten sich an Frauen, die Wert auf Individualität legen.
Formal bewegt sich Mattern zwischen Klarheit und bewusster Irritation. Geradlinige Silhouetten treffen auf asymmetrische Elemente, klassische Schnittführung auf ungewöhnliche Konstruktionen. Diese Spannung prägt ihre Entwürfe und verleiht ihnen eine eigenständige Sprache. Traditionelles Schneiderhandwerk bleibt dabei die Grundlage, wird jedoch durch einen modernen, unabhängigen Blick weitergedacht.
Der Auftritt in Paris machte deutlich, dass diese leise, konzentrierte Form von Couture auch im internationalen Kontext funktioniert. Nicht als laute Inszenierung, sondern als präzise gearbeitete Haltung.
Autor:Marianne Foregger aus Wochenblatt Kaiserslautern |
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