Produktionsstopp in Speyer: 630 Jobs bei TE Connectivity betroffen
- Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hatte die angekündigten Werksschließungen in Speyer als Zeichen für tiefere strukturelle Probleme des Wirtschaftsstandorts Deutschland bezeichnet. (Symbolbild)
- Foto: Uwe Anspach/dpa
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Speyer. Für 630 Beschäftigte von TE Connectivity in Speyer steht das Ende der Produktion bevor. Das Unternehmen und der Gesamtbetriebsrat haben am 30. September einen „Interessenausgleich“ für den Standort vereinbart.
Stadt kritisiert Entscheidung scharf
Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) nannte die Entscheidung einen „bitteren und einschneidenden Tag“ für die Beschäftigten, ihre Familien und den Industriestandort Speyer. Den Verweis auf Kostendruck lässt sie nicht gelten: Die Einstellung der Produktion sei aus ihrer Sicht falsch.
Nach Angaben der Stadt sollen rund 140 Arbeitsplätze in Engineering und Verwaltung erhalten bleiben. Der kommunale Wirtschaftsförderer Mario Daum fordert für diese Beschäftigten Klarheit über ihre Zukunft am Standort.
Auch Mann+Hummel baut Produktion in Speyer ab
Für Speyer ist es die zweite weitreichende Nachricht aus der Industrie binnen kurzer Zeit. Der Filterhersteller Mann+Hummel hatte ebenfalls angekündigt, die Produktion in der Stadt schrittweise einzustellen. Nach früheren Angaben betrifft das rund 600 Beschäftigte.
Einen Vorschlag der Arbeitnehmerseite für den Standort nahm Mann+Hummel nicht an. Das Unternehmen begründete dies damit, dass das vorgelegte Konzept insgesamt keine tragfähige Alternative zu den bereits mitgeteilten Planungen sei. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |