Wo Baden besonders gefährlich ist: Neue Zahlen zu Badeunfällen in Rheinland-Pfalz
- An Gewässern sorgt die DLRG für Sicherheit beim Schwimmen. (Archivbild)
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Badeunfälle. In Rheinland-Pfalz sind im vergangenen Jahr 15 Menschen beim Baden oder Schwimmen gestorben. Die Zahlen zeigen, wo die Risiken liegen und welche Gruppen besonders betroffen sind.
Die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft hat die Daten am Dienstag, 10. März, veröffentlicht. Gegenüber dem Vorjahr blieb die Zahl der Todesfälle im Land unverändert. Bundesweit sank die Zahl der Badetoten im Jahr 2025 um 18 auf 393.
Was über die Todesfälle bekannt ist
- Alter. Auffällig ist der hohe Anteil älterer Menschen. Die größte Gruppe war 31 bis 40 Jahre alt. Zwei Opfer waren 71 bis 80 Jahre alt. Drei waren 61 bis 70 Jahre alt.
- Geschlecht. Zwölf der Verstorbenen waren Männer. Drei waren Frauen.
- Ort. Zehn Menschen ertranken in Flüssen. Fünf starben in Seen.
- Zeitpunkt. Die meisten Todesfälle gab es im Juli und im November mit jeweils drei Fällen. Im Januar, März, Juni und August waren es jeweils zwei.
DLRG sieht Handlungsbedarf bei Prävention
Nach Einschätzung der DLRG liegt der Schlüssel zu weniger Unfällen in konsequenter Präventionsarbeit. Präsidentin Ute Vogt betonte, dass vor allem Menschen ohne sichere Schwimmkenntnisse für Gefahren sensibilisiert werden müssten. Auch Angler auf Booten sowie Paddler oder Segler würden Risiken oft unterschätzen.
Zugleich fordert die DLRG mehr Angebote zum Schwimmenlernen, besonders an Schulen. Viele Kinder könnten beim Verlassen der Grundschule nicht sicher schwimmen. Das erhöhe das Risiko ein Leben lang. dpa
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |