Wasser und Strom sparen: Stadt Speyer hilft Haushalten mit wenig Geld
- Die Stadt Speyer will mit einem „Sozialen Energieprojekt“ Haushalten mit geringem Einkommen helfen, Energie zu sparen - Symbolfoto
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Speyer. Die Stadt Speyer startet ein neues „Soziales Energieprojekt“, das Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit miteinander verbinden will. Ziel des Projekts ist es, Haushalte mit geringem Einkommen gezielt zu unterstützen und dort anzusetzen, wo steigende Energie- und Wasserkosten den Alltag besonders belasten.
Der offizielle Projektstart erfolgt am Montag, 19. Januar. An diesem Tag übergeben Beigeordnete Irmgard Münch-Weinmann und Klimaschutzmanager Christoph Ritter im Rahmen einer Fahrradtour kostenfreie Energiesparartikel an drei Ausgabestellen: die Caritas in der Ludwigstraße 13a, die Diakonie in der Ludwigstraße 30 sowie die Jungen Menschen im Aufwind (JuMA) des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in der Birkenwegstraße 63a.
„Wir erleben in unseren Beratungsstellen täglich, wie stark steigende Energiekosten Familien belasten können. Viele stehen vor der schwierigen Entscheidung, an welcher Stelle sie noch sparen sollen. Das Energiesparprojekt der Stadt Speyer unterstützen wir gerne, da es mit einfachen Mitteln Haushalte konkret entlasten kann“, so Birgit Lommel, Regionalleitung Ost des Diakonischen Werks Pfalz.
Teilnehmende Haushalte erhalten kostenlos ausgewählte Energiesparartikel, die unmittelbar dabei helfen, Strom- und Wasserverbrauch zu senken und damit Kosten einzusparen. Zum Angebot zählen LED-Leuchtmittel, abschaltbare Steckerleisten sowie Wassersparaufsätze (Perlatoren).
LED-Leuchten verbrauchen bis zu 85 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen oder Halogenlampen. Bei einer durchschnittlichen täglichen Nutzung von etwa vier Stunden können so Einsparungen von rund 30 Euro pro Jahr erzielt werden – ohne Einbußen beim Nutzungskomfort. Alte Leuchtmittel können direkt gegen LED-Lampen ausgetauscht werden.
Auch abschaltbare Steckerleisten tragen zur Reduzierung des Stromverbrauchs bei. Viele Elektrogeräte verbrauchen selbst im Standby-Modus weiterhin Energie. Durch das vollständige Abschalten lassen sich unnötige Stromkosten mit geringem Aufwand vermeiden.
Wassersparaufsätze reduzieren den Wasserverbrauch an Waschbecken oder in der Küche von bis zu 20 Litern auf etwa 5 bis 7 Liter pro Minute. Dadurch wird weniger Wasser erhitzt, was sowohl den Energieverbrauch als auch die laufenden Kosten senkt. Pro Person sind Einsparungen von bis zu 60 Euro im Jahr möglich.
Das Projekt richtet sich gezielt an Haushalte mit geringem Einkommen. Ziel ist es, möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, aktiv Energie zu sparen, Kosten zu senken und einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Die Energiesparartikel wurden mit Fördermitteln aus dem „Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation“ des Landes Rheinland-Pfalz finanziert.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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