2. Gesundheitsmarkt für seelische Gesundheit in Speyer
- Depression Symbolbild
- Foto: Nischaporn/stock.adobe.com
- hochgeladen von Laura Lüttmann
Speyer. Die Auswirkungen psychischer Erkrankungen wie Depression sind weitreichend und betreffen nicht nur die betroffenen Personen, sondern auch ihre Familien und das soziale Umfeld. Das 8. Deutschland-Barometer Depression, herausgegeben von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention, zeigt, dass 45 Prozent der Bundesbürger von Depression betroffen sind: 24 Prozent direkt durch eigene Erkrankung und 26 Prozent indirekt als Angehörige. Besonders alarmierend: Fünf Prozent sind sowohl selbst betroffen als auch Angehörige einer erkrankten Person.
Die Familien spielen eine zentrale Rolle bei der Unterstützung Betroffener. Laut der Studie empfinden drei Viertel der Angehörigen die Belastung durch die Erkrankung als groß für das Familienleben. Gleichzeitig werden Angehörige noch zu selten (nur 16 Prozent) in die Behandlung der Betroffenen eingebunden.
Um das Bewusstsein für die vielfältigen Herausforderungen und Unterstützungsangebote im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit zu stärken, lädt das Bündnis gegen Depression Vorderpfalz am Samstag, 17. Mai 2025, von 10 bis 16 Uhr zum 2. Gesundheitsmarkt für seelische Gesundheit in die Stadthalle Speyer ein – bei freiem Eintritt.
Unter dem Titel „Eine seelische Erkrankung betrifft die gesamte Familie“ werden an diesem Tag Experten, Betroffene und Angehörige über die Auswirkungen psychischer Erkrankungen informieren und praktische Hilfestellungen anbieten. Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen, Ausstellungen und Mitmachangeboten.
Highlights des Programms:
- Familiencoach Depression – Tipps für den Umgang mit depressiv erkrankten Angehörigen (10 Uhr, Referentin: Heike Müller-Kreitmann, AOK Rheinland-Pfalz/Saarland)
- DemStepCare / Prävent+ – Innovative Versorgungskonzepte für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen (10.20 Uhr, Referent: David García Méndez, Pfalzklinikum)
- Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Speyer – Therapeutische Angebote für junge Menschen (10.45 Uhr, Referentin: Dr. Nadja Henninger)
- „Stark im Sturm“ – Unterstützung für Familien bei psychischen Erkrankungen von Eltern (11.15 Uhr, Referentinnen: Prof. Dr. Anne Koopmann & Prof. Dr. Yvonne Grimmer)
- Gemeindeschwester plus – Unterstützung für ältere, selbständige Menschen (12 Uhr, Referentin: Alexandra Mally)
- Frühe Hilfen bei psychischen Belastungen in Familien – Angebote für Familien mit Babys und Kleinkindern (13 Uhr)
- Medien als Seelentröster – Umgang mit Medien bei Jugendlichen (13.25 Uhr, Referent: Martin Hügel)
- psychNAVi Rheinland-Pfalz – Überblick über das Hilfesystem in Rheinland-Pfalz (14 Uhr, Referentin: Muriel Buck)
- Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) – Unterstützung bei Rehabilitation und Teilhabe (14.30 Uhr, Referent: Olaf Lütge)
- Kinder- und Jugendpsychiatrie des St. Annastifts Ludwigshafen – Fachliche Hilfen für junge Menschen (15 Uhr, Referentin: Dr. Rebekka Schwarz)
- Gemeindepsychiatrisches Zentrum Speyer – Angebote für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen (15.30 Uhr, Referentinnen: Christian Weiß & Sonja Oswald)
Der Gesundheitsmarkt richtet sich an Betroffene, Angehörige, Fachleute und Interessierte und soll das Thema psychische Gesundheit enttabuisieren, das Verständnis für die Belastungen von Familien fördern und praktische Unterstützung bieten.
Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Bündnis gegen Depression Vorderpfalz unter www.buendnis-depression-vorderpfalz.de. red/bas
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.