Was hält Europa noch zusammen? Speyer diskutiert die deutsch-französische Freundschaft
- Der Platz der Partnerstädte in Speyer
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Speyer. Grenzen, Abmachungen, Bündnisse und Institutionen werden dieser Tage weltweit hinterfragt oder gar angegriffen. So stellt sich die Frage, worauf und auf wen noch Verlass ist. Frankreich ist ein wichtiger Partner für Deutschland und die Partnerschaft der beiden Länder eine zentrale Säule der europäischen Zusammenarbeit. Daher lädt der Freundeskreis Speyer-Chartres zum Jahrestag des Elysée-Vertrags am Donnerstag, 22. Januar, um 19 Uhr zu einem Austausch über die deutsch-französische Partnerschaft in den Historischen Ratssaal nach Speyer ein.
Prof. Dr. Hannes Kopf, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, berichtet aus der Praxis über Errungenschaften und Zukunftsperspektiven in der deutsch-französischen Zusammenarbeit: Welche Themen bewegen die Grenzregion, was wurde bereits erreicht und wie geht die Reise weiter? Als Mitglied der Oberrheinkonferenz, also der direkten Zusammenarbeit im drei Länder Grenzraum Deutschland-Frankreich-Schweiz, und im durch den Aachener Vertrag 2019 gegründeten Ausschuss für Grenzüberschreitende Zusammenarbeit, in dem alle föderalen und administrativen Ebenen in Deutschland und Frankreich beteiligt sind sowie Vorsitzender des Deutschen Ausschusses für das EU-Förderprogramm Interreg Nordwesteuropa kennt er die Chancen und Herausforderungen der transnationalen Zusammenarbeit und betont: "Die deutsch-französische Partnerschaft hat die Gründung der EU ermöglicht. Gerade in der Grenzregion am Oberrhein wird durch die Zusammenarbeit Europa im Alltag gelebt".
Francisco Unger López, Abiturient am Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium, findet es wichtig, aus der Geschichte zu erfahren, wie schnell aus Feinden Freunde werden können. Der 1963 zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer und Staatspräsident Charles de Gaulle unterzeichnete Élysée-Vertrag gilt als Basis für die Freundschaft zwischen den beiden Ländern und für den Frieden in Europa.
"Diese Partnerschaft ist keine Selbstverständlichkeit, sondern bedarf der Pflege und des Erlebens, um das Miteinander zu erfahren", betont die Vorsitzende des Freundeskreises Speyer-Chartres Heike Rünzler. Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler wird in ihrem Grußwort ausführen, wie wichtig die Partnerschaft mit der Stadt Chartres für Speyer ist und merkt an: "Speyer war mit seiner 1959 geschlossenen Partnerschaft der Versöhnung auf Staatsebene voraus".
Um die Begegnung mit Leben zu füllen, sind zum Abschluss des Abends alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeladen, direkt untereinander ins Gespräch zu kommen und ihre Erfahrungen und Visionen von der Verbundenheit mit Frankreich und Chartres bei Wein und Brezeln zu teilen.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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