Mit „Trendsetter-Weltretter“ lernen einfach anders zu konsumieren
Nur noch kurz die Welt retten

„Bisher haben sich bereits über 700 Menschen angemeldet, um an der Aktion teilzunehmen“, freut sich Bärbel Schäfer, Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz.
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  • „Bisher haben sich bereits über 700 Menschen angemeldet, um an der Aktion teilzunehmen“, freut sich Bärbel Schäfer, Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz.
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Speyer. Das Bistum Speyer, die evangelische Kirche der Pfalz, die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen und die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz veranstalten im September die Mitmachaktion „Trendsetter-Weltretter - Einfach anders konsumieren“. Die Aktion ruft dazu auf im Alltag Ungewohntes auszuprobieren, Alternativen zu suchen und neu Trends zu setzen. Sie gibt Vorschläge an die Hand, wie man mit kleinen handhabbaren Veränderungen im eigenen Alltag Beiträge zu einem nachhaltigeren Lebensstil leisten kann. Die Mitmachaktion findet vier Wochen lang in der so genannten Schöpfungszeit mit vier Schwerpunktthemen statt. In der ersten Woche vom 3. bis 9. September dreht sich alles um das Thema Kleidung. Obwohl Kleidung einen hohen Anteil an Handarbeit hat, verdienen die Näherinnen gerade einmal drei Prozent des Preises eines T-Shirts aus dem Discounter für ihre Arbeit. Drei Mal so viel wird für die Markenwerbung ausgegeben. Menschen in Deutschland kaufen im Schnitt 60 Teile pro Jahr. Die meisten haben also viel Spielraum zu handeln: Weniger aber fair kaufen oder das, was schon im Schrank hängt, tragen, neu kombinieren - ausprobieren. Dazu veranstaltet die Frauenarbeit die „einfach andere Modeschau“ am Mittwoch, 5. September. Für die Modeschau ist eine Anmeldung beim KDFB Speyer, Telefon 06341 919288 erforderlich.
In der zweiten Woche steht der Papierkonsum im Vordergrund. Ein Blatt Papier wiegt gerade einmal 4,6 Gramm, doch für die Herstellung dieses einen Blattes werden mehr als 275 Gramm Ressourcen benötigt. So betrachtet ist selbst ein Blatt Papier alles andere als leicht. Der Papier-, Pappe- und Kartonbedarf lag in Deutschland im Jahr 2016 bei 253 Kilogramm pro Person. Für den Grundbedarf an Bildung, Kommunikation und Hygiene wäre nur ein Sechstel davon nötig. Das Thema in der dritten Woche vom 17. bis 23. September lautet Elektro. Ob mit oder ohne neue Medien, das Leben selbstbestimmt und selbstbewusst zu gestalten, bleibt eine Herausforderung. Diese Grundeinstellung „wenig Geräte sparsam und lange zu nutzen“, erscheint momentan als entlastender Weg für die Menschen. Auf eine Person in Deutschland entfallen 37 Kilogramm Plastikmüll im Jahr. Grund genug in der vierten Woche vom 24. bis 30. September das Thema Plastik aufzugreifen. Kunststoff lässt sich nicht biologisch abbauen, sondern wird lediglich bis auf Mikroebene zerkleinert. Die Zersetzung kann bis zu 450 Jahre dauern, so dass sich in Meeren und Böden Plastik in allen Formen weiträumig verteilt. In nahezu allen totgestrandeten Eissturmvögeln in Nord- und Ostsee haben Forscher Plastikteile in den Mägen gefunden. Alle die sich unter www.trendsetter-weltretter.de anmelden, erhalten vier Wochen lang täglich Anregungen und alle Teilnehmenden, die von ihren Erfahrungen berichten, nehmen an einer Verlosung teil.
Um auch in Speyer auf diese tolle Mitmachaktion aufmerksam zu machen wird es am Montag, 3. September, ab 10 Uhr ein Informationsstand in der Maximilianstraße vor der alten Münze geben. Mitarbeitende der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt und des Weltladens Speyer informieren hier über die Aktion „Trendsetter-Weltretter - Einfach anders konsumieren“ und werben für die Veranstaltung am 29. September, bei der der öko-faire Einkaufsführer vorgestellt wird. ako

„Bisher haben sich bereits über 700 Menschen angemeldet, um an der Aktion teilzunehmen“, freut sich Bärbel Schäfer, Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz.
Auf Sumatra haben Orang-Utans ihren Lebensraum bis auf wenige Restflächen verloren. An der Entwaldung der indonesischen Inseln hat die Papierindustrie einen wesentlichen Anteil.

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