Katholische Kirche sucht noch "Segensorte" im Bistum Speyer
Noch bis Ende Oktober

Symbolfoto

Speyer/Region. Der Visionsprozess "Segensorte"  im Bistum Speyer geht weiter, trotz der Einschränkungen durch die Corona-Krise. „Seit Juni treffen sich wieder lokale Gruppen im Bistum, häufig in digitaler Form, und tauschen sich darüber aus, wie sie in Zukunft Kirche sein wollen. Dabei arbeiten die Gruppen kreativ und beschreiben, entdecken und gestalten ihre persönlichen "Segensorte" – solche, die es schon gibt und solche, die es geben sollte.
Es sind gar nicht immer Kirchen, sondern Treffpunkte, Cafés oder Chöre. Insgesamt haben im Bistum Speyer bisher 100 Ortstermine mit knapp 1.400 Beteiligten stattgefunden. „Das ist unter Corona-Bedingungen recht beachtlich. Gleichzeitig würden wir uns freuen, wenn sich noch mehr Personen und Gruppen gemeinsam auf die Suche nach neuen "Segensorten" machen würden.“
Bis Ende Oktober besteht noch die Möglichkeit, Erfahrungen und Ideen einzubringen. „Dann bündeln wir die Rückmeldungen, werten sie aus und stellen einen ersten Entwurf der gemeinsamen Vision für Kirche im Bistum Speyer bei der Diözesanversammlung Mitte November vor“, kündigt Sturm an. Für die Ortstermine können die Gruppen weiterhin beim Bischöflichen Ordinariat eine Materialbox mit inhaltlichen Impulsen und methodischen Anregungen anfordern.

Da es aufgrund von Corona-Einschränkungen noch immer nicht einfach ist, sich in größeren Gruppen zu treffen, bietet das "Segensorte" -Team auch Hilfe bei der Vorbereitung und Durchführung von digitalen Ortsterminen als Videokonferenz an. „Wir sind zur Stelle, wenn Beratung, technischer Support oder ein Rundum-Service benötigt werden“, sagt Felix Goldinger, Geschäftsführer des Visionsprozesses, Unterstützung zu. Die Mitmachbox steht zudem per Messenger zur Verfügung. Interessierte können sich via Telegram, WhatsApp, Facebook-Messenger oder Notify anmelden.Darüber hinaus gibt es in den sozialen Netzwerken mehrere Möglichkeiten, sich in den Visionsprozess einzubringen. In Instagram-Stories werden die Fragestellungen des Prozesses dargestellt und Diskussionen darüber angeregt. Auch auf Facebook gibt es einen eigenenChannel, wo die Fragen des Visionsprozesses zur Diskussion gestellt werden.

Corona-Hilfsprojekte werden zu "Segensorten"

Der Lockdown in der Corona-Krise hat zu einem Effekt geführt, mit dem zu Beginn niemand gerechnet hatte: In die "Segensorte" -Landkarte wurden mehr als 80 Corona-Hilfeangebote eingetragen. „Das ist eine tolle Resonanz und zeigt, dass konkrete Hilfe für viele Christen zum Glauben einfach dazugehört“, freut sich Felix Goldinger. Die Corona-Krise habe in den Gemeinden viel kreatives Engagement freigesetzt. So werden über die Landkarte zum Beispiel Einkaufshilfen, Gespräche, geistliche Impulse und Begleitung bis hin zur Hilfe für Obdachlose angeboten. „Die "Segensorte" -Homepage ist damit zu einer wichtigen Vernetzungsplattform für Pfarreien, Verbände und Hilfesuchende im Bistum geworden.“

Autor:

Heike Schwitalla aus Karlsruhe

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