Requiem für die toten Bischöfe
Kerzen erinnern an die Toten

Schilder und Kerzen kennzeichnen derzeit die Gräber der Bischöfe.
  • Schilder und Kerzen kennzeichnen derzeit die Gräber der Bischöfe.
  • Foto: Domkapitel Speyer
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Speyer. Der November gilt gemeinhin als Monat des Totengedenkens. Dass auch das Gedenken an die toten Bischöfe und Priester des Doms im November stattfindet, hat jedoch mit dem Todesdatum des letzten verstorbenen Bischofs zu tun. Bislang war das der 30. November, der Todestag von Bischof Isidor Immanuel.

In diesem Jahr findet das Requiem für die toten Bischöfe am morgigen Freitag, 6. November, statt. Um 18 Uhr feiert Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann eine Pontifikalvesper und um 18.30 Uhr ein Pontifikalamt. Da in diesem Jahr Bischof Dr. Anton Schlembach am 24. Juni neben dem Volksaltar des Doms seine letzte Ruhestätte fand, wird das Totengedenken ab dem kommenden Jahr jedoch in zeitlicher Nähe zu dessen Sterbedatum stattfinden, konkret am 15. Juni 2021.

An den Tagen vor dem Gedenkgottesdienst stehen im Dom Kerzen und Namensschilder auf den Gräbern der Bischöfe, die in der Kathedrale bestattet wurden. Viele dieser Grabstätten sind sonst überhaupt nicht sichtbar, da ihre genaue Lage weder bekannt noch durch einen Grabstein gekennzeichnet ist. Ein Sammelgrab und 39 Einzelgräber befinden sich im Dom.

Unter den Toten finden sich auch einige „Prominente“ wie der selige Bischof Reginbald II. von Dillingen (gest. 1039), dessen Grab im Mittelalter Wallfahrtsstätte war. Konrad III. von Scharfenberg (gest. 1224) war nicht nur Bischof, sondern auch Kanzler des römisch-deutschen Reiches und als solcher Berater von drei Kaisern. Das früheste Grab stammt aus der Zeit des salischen Dombaus um 1030. In einem Sammelgrab in der Hauptapsis der Krypta wurden die sterblichen Überreste beigesetzt, die beim Neubau der Kathedrale exhumiert wurden. Weitere Bischöfe von der Zeit der Erbauung des Doms bis heute befinden sich im Mittelschiff und den Seitenschiffen, dem Königschor und der Kapelle St. Emmeram und St. Martin.

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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