Große Sorge um Speyerer Werk: 600 Jobs stehen auf dem Spiel
- Der Standort Speyer soll bis Ende 2028 vollständig geschlossen werden. (Symbolbild)
- Foto: Marijan Murat/dpa
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Speyer. Für rund 600 Beschäftigte in Speyer steht eine ungewisse Zeit bevor: Der Standort von MANN+HUMMEL soll nach aktuellem Stand schrittweise geschlossen werden – spätestens bis Ende 2028.
Die Stadt Speyer wurde darüber nach eigener Darstellung kurzfristig am Donnerstagnachmittag, 16. April, in einem persönlichen Gespräch informiert. Geplant ist demnach, die Produktion nach und nach zu verlagern.
Stadt kündigt Gespräche und Einsatz für Perspektiven an
Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler spricht von einem „harten Schlag“ für Speyer. Hinter den Arbeitsplätzen stünden Menschen und Familien, teils seit Jahrzehnten mit dem Werk verbunden. Gleichzeitig betont sie, der Prozess beginne „jetzt erst“ und die Stadt werde sich dafür einsetzen, dass tragfähige Lösungen für die Beschäftigten gefunden werden und der Standort eine industrielle Zukunft behält.
Auch Wirtschaftsförderer Mario Daum stellt die Beschäftigten und ihre Familien in den Mittelpunkt. In den kommenden Tagen wolle man sich ein genaues Bild verschaffen, unter anderem über den zeitlichen Ablauf, betroffene Bereiche und die Herausforderungen.
Wie die Stadt Speyer mitteilt, steht sie in engem Austausch mit dem Unternehmen, dem Betriebsrat sowie dem Land Rheinland-Pfalz. Erste Gespräche werden für die kommende Woche vorbereitet.
Unternehmen verweist auf steigenden Druck
Mann+Hummel begründet den Schritt mit wachsendem wirtschaftlichem Druck. Entlang der Lieferketten seien die Kosten deutlich gestiegen. Als Gründe nennt der Filtrationsspezialist unter anderem höhere Energiepreise, steigende Arbeitskosten sowie Zölle und geopolitische Unsicherheiten.
Der Konzern beschäftigt weltweit rund 21.200 Menschen an mehr als 80 Standorten. Im Jahr 2024 lag der Umsatz bei etwa 4,5 Milliarden Euro.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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