Diese Ausstellung in Speyer zeigt, was sonst oft unsichtbar bleibt
- Eine Ausstellung mit Begleitprogramm lädt in Speyer dazu ein, sich informiert mit dem Thema sexualisierte Gewalt auseinanderzusetzen.
- Foto: Kunst gegen Missbrauch / Nezilla
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Speyer. In der Maximilianstraße rückt ab Montag, 7. September, eine Wanderausstellung sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen in den Fokus. Die Stadt Speyer zeigt „Kunst gegen Missbrauch“ bis zum 24. Oktober. Dazu gibt es ein Rahmenprogramm mit fünf Terminen, bei denen es um Prävention, Unterstützung und Schutzkonzepte geht.
Die Ausstellung verbindet künstlerische Arbeiten mit Information und Auseinandersetzung. Im Mittelpunkt stehen Fotografien von Felicitas Yang und Armando Milano, die alltägliche Orte zeigen, an denen sich Kinder und Jugendliche bewegen. Die Bilder zeigen keine Tat und keine Täter. Ergänzend zeigt die Ausstellung Werke von Julius Wolf.
Eröffnung am 7. September, Öffnungszeiten mittwochs und samstags
Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, 7. September, um 18 Uhr durch Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst. Im Anschluss führt Julius Wolf in das Ausstellungskonzept ein.
Die Ausstellung läuft vom 7. September bis zum 24. Oktober in der Maximilianstraße 99. Sie öffnet regulär mittwochs von 16 bis 18.30 Uhr und samstags von 14 bis 17 Uhr.
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, präsentiert die Gleichstellungsstelle die Ausstellung in Kooperation mit der Evangelischen Kirche der Pfalz, dem Bistum Speyer und dem Frauennotruf Speyer.
Zum Start des Rahmenprogramms findet am Dienstag, 16. September, von 18 bis 19.30 Uhr ein Q&A mit Mitarbeitenden des Frauennotrufs Speyer sowie den Fachstellen gegen sexualisierte Gewalt der Evangelischen Kirche der Pfalz und des Bistums Speyer statt. Ort ist das Sophie-La-Roche-Haus in der Maximilianstraße 99.
Am Dienstag, 23. September, von 18 bis 20 Uhr folgt im Historischen Ratssaal im Rathaus (Maximilianstraße 12) der Vortrag „Zwischen Ja und Nein – warum sexuelle Bildung schützt“ von pro familia. Pauline Grotheer, Sexualpädagogin bei pro familia Ludwigshafen, erläutert dabei die Rolle sexueller Bildung beim Schutz vor sexualisierter Gewalt.
Ebenfalls im Historischen Ratssaal läuft am Dienstag, 30. September, von 18 bis 20 Uhr die Veranstaltung „Sexualisierte Gewalt sichtbar machen – erinnern, aufarbeiten, Verantwortung übernehmen“. Sie gibt Einblicke in ein Aufarbeitungsprojekt der Universität Mannheim zum sexuellen Missbrauch im Bistum Speyer. Ergänzend berichtet ein Betroffener aus seiner Perspektive und stellt Projekte der Aufarbeitung und Erinnerung vor.
Am Dienstag, 7. Oktober, von 18 bis 20 Uhr steht im Rathaus ein Workshop zu Schutzkonzepten an. Er trägt den Titel „How to Schutzkonzept: Schutz vor sexualisierter Gewalt wirksam gestalten“. Als Referentinnen nennt die Stadtverwaltung Barbara Hocke und Patricia Maria Keil.
Zum Abschluss kommt am Dienstag, 14. Oktober, von 18 bis 19.30 Uhr die Landesbeauftragte Anette Diehl nach Speyer. Im Historischen Ratssaal stellt sie ihre Aufgabe als erste unabhängige Landesbeauftragte gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz vor. Danach gibt es Gelegenheit für Fragen und Austausch.
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei. Für die einzelnen Termine ist eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen zur Ausstellung, zum Rahmenprogramm und zur Anmeldung gibt es online unter www.speyer.de/kunst-gegen-missbrauch.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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