Bischof von Speyer tritt zurück: So geht es im Bistum jetzt weiter
- Papst Leo XIV. hat das Rücktrittsgesuch von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann angenommen.
- Foto: Bistum Speyer/Klaus Landry
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Speyer. Im Bistum Speyer endet eine lange Amtszeit mit sofortiger Wirkung. Papst Leo XIV. hat das Rücktrittsgesuch von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann angenommen. Wiesemann legt sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder.
Der 66-Jährige stand seit März 2008 an der Spitze des Bistums. In einem Brief an die Gläubigen schreibt er: „Ich sehe es auch als Verantwortung an, wenn man weiß, dass man einer Aufgabe nicht mehr im nötigen Umfang gerecht werden kann, das auf Zeit verliehene Amt für einen anderen, nun besser Geeigneten, wieder freizugeben“.
Wiesemann begründet seinen Schritt auch mit der anstehenden Entwicklung im Bistum. Er erklärt, ihm fehle die Kraft, die Reformen bis zur vollständigen Umsetzung weiter zu begleiten. Zudem beginne im kommenden Jahr die dreijährige Vorbereitung auf die 1000-Jahr-Feier der Grundsteinlegung des Speyerer Doms.
Was der Rücktritt für das Bistum bedeutet
Mit der Annahme des Amtsverzichts hat im Bistum die Sedisvakanz begonnen. Wie das Bistum Speyer mitteilt, endet damit auch automatisch die Amtszeit von Generalvikar Markus Magin. Auch Priesterrat und Diözesanversammlung bestehen nicht weiter.
Als Nächstes kommt das Domkapitel zusammen und wählt einen Diözesanadministrator. Er führt die Amtsgeschäfte bis zur Ernennung eines neuen Bischofs mit eingeschränkten Rechten weiter.
Wiesemann leitete das Bistum in einer Zeit großer Veränderungen. Während seiner Amtszeit richtete das Bistum die Gemeindepastoral neu aus, schuf 70 neue Pfarreien und startete weitere Strukturreformen. Auch die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt prägte diese Jahre.
In seinem Brief beschreibt Wiesemann die Belastung durch das Amt offen. Dort schreibt er auch: „Ich bin mit ganzem Herzen und großer innerer Freude mit Ihnen Christ und für Sie Bischof gewesen. Dennoch hat die Last der umfänglichen Verantwortung in mir körperlich, wie vor allem seelisch schwerwiegende Spuren hinterlassen.“
Zum Abschied dankt Wiesemann den Menschen im Bistum und bittet um Verständnis für seine Entscheidung. Für seinen weiteren Weg hält er fest: „Nun aber muss ich in meinem Leben noch einmal aufbrechen“.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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