Theo Germann nimmt an „Art for All, with All“ teil
Speyrer Künstler stellt im Europäischen Parlament in Brüssel aus
- Der Speyrer Künstler Germann vor seinem Werk in Brüssel.
- Foto: Foto: Hebrank
- hochgeladen von Hans Hebrank
Heb. Speyer/Brüssel. „Art for All, with All“ ist das Motto einer internationalen Kunstausstellung, die diese Woche startete und institutionell sowie direkt von der italienischen Europaabgeordneten Chiara Gemma im Namen des EP Brüssel betreut wird. Dazu eingeladen sind 54 Künstler(innen) aus ganz Europa und darüber hinaus. Größtenteils handelt es sich dabei um Hobby-Maler - teilweise mit Einschränkungen - die jeweils zu zweit eine Leinwand bemalten und damit 27 Kunstwerke generierten. Das heißt vier Hände von zwei Künstlern erschufen jeweils ein Bild.
Einer dieser Künstler ist Theo Germann aus Speyer, der über einen Kontakt zu einer brasilianischen Künstlerin, Sylvia Scremin, dazukam. Damit hatte Germann nun die Aufgabe eine halbe Leinwand künstlerisch zu gestalten. Er entschied sich für eine diagonale Aufteilung des Bildes und die Darstellung von Bäumen - ein Lieblingsmotiv des Speyrers - und dabei konkret für das Malen von Birken, da dieser Baum in ganz Europa vertreten ist.
Anschließend ging das von Germann gemalte Bild erst mal auf Europareise, nämlich zum Künstler für die zweite, obere Bildhälfte, nach Litauen. Rafael Gunares malte dann das Bild nach seiner eigenen Idee fertig. Und so sprossen aus den Speyrer Birken bunte Litauer Zweige mit fröhlich-buntem Treiben darauf, insgesamt eine gelungene Gesamtkomposition.
Die Ausstellung, die insbesondere die Bereiche Inklusion, Menschenwürde sowie die politische Unterstützung von Menschen mit Behinderungen zum Ziel hat, wird zunächst mal in Brüssel gezeigt. Danach geht sie für zwei Jahre auf Europareise und darüber hinaus durch alle Länder der beteiligten Künstler(innen). Das Projekt, das auf Kontinuität und langfristige Wirkung ausgelegt ist, wird Teil des europäischen Kulturkalenders, wobei bereits jetzt feststeht, daß es in diesem Jahr noch eine zweite Ausgabe davon geben soll.
Mehr als nur ein ästhetisches Erlebnis, soll das europäische „Art for All, with All“ eine Einladung sein, hin zu Empathie, Dialog und zur Anerkennung der Schönheit, die in den Unterschieden liegt.
Autor:Hans Hebrank aus Speyer |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.