Vortrag zur Kulturgeschichte der Brezel
Gelungen geschlungen

Die Örtlichkeit Speyer bildet einen passenden Rahmen für einen Vortrag zur Kulturgeschichte der Brezel.
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Speyer. Die Örtlichkeit Speyer bildet einen passenden Rahmen für einen Vortrag zur Kulturgeschichte der Brezel. Denn von der Bedeutung des Traditionsgebäcks als alltäglichem Lebensmittel einmal abgesehen, wird auch gerne rund um die Brezel gefeiert: Beim Speyerer Brezelfest, dem größten Volksfest am Oberrhein beispielsweise, ist das Backwerk seit 1910 beliebtes Motiv und Aushängeschild. Für viele, vor allem im süddeutschen Raum, ist die (Laugen-)Brezel das wohl populärste Kleingebäck schlechthin und gerne werden entsprechende Anekdoten referiert, um die verkürzende Gleichung "Brezel = schwäbisch oder bayerisch" zu erklären. Dass eine solche voreilige Zuschreibung der umfänglichen Geschichte der Brezel nicht gerecht wird, ist eines der Schwerpunktthemen des Vortrags von Irene Krauß am Dienstag, 19. Juni, um 18.30 Uhr im Historischen Ratssaal.

Ein höchst flexibles Lebensmittel

Die Bildpräsentation zur Kulturgeschichte der Brezel führt keineswegs nur in die Backstube, denn zu erzählen ist die Geschichte eines höchst flexiblen Lebensmittels: Wie kam die Brezel zu ihrer außergewöhnlichen Form? Wer hat das Backwerk erfunden und wo in der Welt ist es bis in die Gegenwart übernommen worden? Welche historischen Grundlinien der Entwicklung und welche Veränderungen ihres sozialen und kulturellen Sinns lassen sich bei der Brezel erkennen? Warum spielt das Kleingebäck in den jahreszeitlichen Festkalendern bis in die jüngste Vergangenheit eine so große Rolle? Dies sind nur einige inhaltliche Kernpunkte, mit denen die Referentin vor Augen führen möchte, dass das originell geschlungene Backwerk bis heute eben nicht nur ein beliebtes Nahrungsmittel und das Symbol des Bäckerhandwerks ist, sondern ein lebendiger Teil unserer Geschichte.

Irene Krauß, aufgewachsen in Bonn, London und Bern, studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Volkskunde an den Universitäten Bonn und München. Von 1988 bis 1995 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin, zuletzt als Leiterin des Museums der Brotkultur in Ulm. Seit 1995 ist sie freiberuflich als Kunsthistorikerin, Ausstellungskuratorin und Buchautorin tätig und lebt mit ihrer Familie im südbadischen Bad Säckingen. Ihre Schwerpunktthemen, nämlich die Kulturgeschichte von Nahrungsmitteln und Bräuchen, setzte sie in vielen Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträgen, Aufsätzen und inzwischen zehn Buchpublikationen um. Für ihr Buch „Gelungen geschlungen. Zur Kulturgeschichte der Brezel“ erhielt sie 2003 und 2017 (Neuauflage) die Goldmedaille der Gastronomischen Akademie.

Wenn es um das Speyerer Nationalgebäck geht, ist es für den Verkehrsverein Speyer selbstverständlich, die Veranstaltung des Stadtarchivs zu unterstützen. Drei Wochen später startet am 12. Juli das 81. Speyerer Brezelfest. Verkehrsvereinsvorsitzender Uwe Wöhlert wird im Historischen Ratssaal das Brezelfest-Projekt 2018 – die Speyerer Riesenbrezel – vorstellen. Im Anschluss an den Vortrag laden die Stadt Speyer, der Verkehrsverein Speyer e.V. und die Brauerei Eichbaum zu einem kleinen Umtrunk ein. ps

Autor:

Wochenblatt Speyer aus Speyer

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