Auf dem Eifelsteig unterwegs
Die Kirche ohne Dorf

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Am 13. Oktober startete der Pfälzerwaldverein Rockenhausen mit einem ortskundigen Führer zu der ersten von 3 Wanderungen in der Eifel. Bei wunderschönem Herbstwetter, der goldene Oktober heißt in diesem Jahr zu Recht so, starteten wir von der Kirche ohne Dorf auf dem Eifelsteig nach Manderscheid. Die Kirche gehörte im Mittelalter zu dem Ort Weinfeld das zu dieser Zeit bedeutend gewesen sein muß, denn zur Pfarrei gehörten unter anderem die Orte Mehren und Schalkenmehren. Wegen Not, Brand und Krieg und vor allem wegen der Pest wanderten alle Einwohner aus dem Ort ab. Der Ort wurde um das Jahr 1562 vollständig verlassen und die Häuser von den Bewohnern der umliegenden Dörfer als Steinbruch genutzt. Als letzter verließ der Pastor Peter von Mehren den Ort und zog nach Schalkenmehren. Übriggeblieben ist nur noch die dem Heiligen Martin geweihte Kirche und der Friedhof, der heute noch von der Gemeinde Schalkenmehren genutzt wird, daher die Bezeichnung Kirche ohne Dorf. Die Kirche ist eine der ältesten Kirchen der Eifel. Von der Kirche aus ging es zu Weinfelder Maar, auch Totenmaar genannt. Es gehört zu den 3 Dauner Maaren und ist etwa 525 m lang und 375 m breit und hat eine Tiefe von 51 m. Es ist das tiefste der drei Dauner Maare.Um das Maar ranken sich mehrere Sagen, seinen Namen hat es einmal durch den ehemaligen Ort Weinfeld und die nahegelegene Kirche mit Friedhof.
Nachdem ein gutes Stück entlang des Maares gewandert wurde ging es über den Ort Schalkenmehren zum Schalkenmehrener Maar. Im Gegensatz zum Weinfelder- bzw. Totenmaar ist es hier erlaubt zu Schwimmen, Bootfahren, Surfen und im Winter auch Schlittschuhlaufen. Es hat einen Durchmesser von 500 bis 575 m und ist etwa 21 m tief. Das Maar kann auf einem schönen ebenen Wanderweg umwandert werden. Nun ging es weiter zur Üdersdorfer Mühle wo wir uns zur Mittagsrast einfanden. Nach einer zu empfehlenden Brotzeit ging es durch wunderschöne Landschaften und auf teiweise schmalen Pfaden nach Manderscheid. Hier endete dann unser erster Wandertag nach rund 18 Km und wir wurden mit dem Bus wieder zu unserem Hotel in Deudesfeld gebracht. Trotz der langen Wanderung war es eine sehenswerte und auch kulturell interessante Wanderung.

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