Unwetter erreichen erste Orte – gefährlichste Phase steht Pirmasens und der Südwestpfalz noch bevor
- Ein Blitz erhellt den Abendhimmel über dem Pirmasenser Stadtteil Fehrbach. Der Deutsche Wetterdienst warnt auch für die Nacht vor schweren Gewittern in Pirmasens und der Südwestpfalz.
- Foto: Erik Stegner
- hochgeladen von Erik Stegner
Update 16. Juli, 22 Uhr. Während es in Pirmasens und weiten Teilen des Landkreises bislang ruhig geblieben ist, gab es in einzelnen Orten bereits erste Auswirkungen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor weiteren kräftigen Gewittern bis in die Nacht.
Von Erik Stegner
Pirmasens/Südwestpfalz. Die angekündigte Unwetterlage zeigt in der Südwestpfalz bislang ein uneinheitliches Bild. Während es in Pirmasens und in weiten Teilen des Landkreises am Abend zunächst ruhig geblieben ist, wurden aus einzelnen Orten bereits erste Auswirkungen gemeldet.
Ludwigswinkel und Eppenbrunn betroffen
Nach Informationen aus der Region kam es unter anderem in Ludwigswinkel zeitweise zu einem Stromausfall. Nach ersten Informationen könnte ein Blitzeinschlag die Ursache gewesen sein. Die Zufahrt über den Braunsberg aus Richtung Salzwoog war wegen umgestürzter Bäume vorübergehend nicht mehr möglich. Aus Eppenbrunn berichteten Anwohner in sozialen Netzwerken von kräftigem Regen, Sturm und Stromausfällen. Eine offizielle Schadensbilanz oder Stellungnahme der Feuerwehren liegt bislang noch nicht vor.
Gewitterlage bleibt angespannt
Nach den aktuellen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes ist die Wetterlage jedoch noch nicht überstanden. Für die Region gelten weiterhin Warnungen vor schweren Gewittern bis in die Nacht. Meteorologen rechnen damit, dass sich die Gewitter in den Abend- und Nachtstunden zu größeren Gewitterkomplexen zusammenschließen können. Dann sind regional weiterhin heftiger Starkregen, Hagel sowie schwere Sturm- bis Orkanböen möglich.
Einsatzkräfte beobachten die Lage
Die Feuerwehren in der Südwestpfalz sind bereits in mehreren Orten im Einsatz. Ob weitere Schäden hinzukommen, dürfte sich insbesondere in den späten Abendstunden und während der Nacht zeigen, wenn die angekündigten Gewitterkomplexe die Region erfassen.
Hinweis: Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert, sobald Polizei, Feuerwehren oder der Deutsche Wetterdienst neue Informationen veröffentlichen.
Wochenblatt-Veröffentlichung 16. Juli, 16.03 Uhr:
Orkanböen bis 130 km/h, Hagel mit bis zu vier Zentimetern Durchmesser und heftiger Starkregen möglich. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer gefährlichen Wetterlage am Donnerstagnachmittag und in der Nacht.
Pirmasens/Südwestpfalz. Auf die Region rollt am Donnerstagnachmittag eine gefährliche Unwetterlage zu. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in einer Vorabinformation vor schweren Gewittern. Nach den aktuellen Prognosen können Orkanböen zwischen 100 und 130 Stundenkilometern, Hagel mit bis zu vier Zentimetern Durchmesser sowie heftiger Starkregen mit rund 30 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit auftreten.
Besonders kritisch könnte die Entwicklung in der ersten Nachthälfte zum Freitag werden. Dann können sich einzelne Gewitter zu größeren Gewitterkomplexen zusammenschließen. Dadurch steigt regional die Gefahr von länger anhaltendem Starkregen, schweren Sturm- bis Orkanböen und großem Hagel.
Der DWD spricht von einer Wetterlage mit hohem Unwetterpotenzial. Lose Gegenstände im Freien sollten gesichert, Fahrzeuge möglichst geschützt abgestellt und Aufenthalte im Freien während der Gewitter möglichst vermieden werden.
Das droht laut DWD
- Orkanböen von 100 bis 130 km/h
- Hagel mit bis zu vier Zentimetern Durchmesser
- Heftiger Starkregen mit 30 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit
- In der Nacht örtlich größere Gewitterkomplexe mit weiterem Starkregen und schweren Sturmböen
Vorhersage Landstuhl/Ramstein-Miesenbach
Während für Pirmasens und die Südwestpfalz schwere Unwetter mit Orkanböen, großem Hagel und heftigem Starkregen erwartet werden, gilt für den Raum Landstuhl und Ramstein-Miesenbach derzeit eine amtliche Warnung vor starkem Gewitter. Dort rechnet der Deutsche Wetterdienst mit Sturmböen zwischen 70 und 85 km/h, Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter und Hagel. Auch hier besteht unter anderem Gefahr durch Blitzschlag, herabfallende Äste, umherfliegende Gegenstände sowie örtliche Überflutungen und Aquaplaning. est
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.