Pirmasens setzt ein Zeichen am Wochenmarkt: Gedenktag für Drogentote
- Auf dem Wochenmarkt auf dem Exe können Besucherinnen und Besucher ein temporäres Denkmal mitgestalten und an Verstorbene erinnern.
- Foto: Stadt Pirmasens
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Pirmasens. Am Dienstag können Besucherinnen und Besucher auf dem Wochenmarkt auf dem Exe selbst mitgestalten. Die kommunale Jugend- und Drogenberatung richtet dort ab 8.30 Uhr einen Informations- und Aktionsstand aus und baut ein temporäres Denkmal für Menschen, die im Zusammenhang mit Drogenkonsum gestorben sind.
Anlass ist der Internationale Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende am Montag, 21. Juli. Der Tag soll bundesweit an Menschen erinnern, die an ihrer Suchtkrankheit oder an damit verbundenen Begleit- und Lebensumständen gestorben sind.
Mit Namen, Symbolen oder Zeichen erinnern
Am Stand auf dem Wochenmarkt haben Passantinnen und Passanten die Möglichkeit, kreativ zu werden. Auf dem Denkmal können sie mit Namen, Symbolen oder Zeichen an Verstorbene erinnern.
Außerdem lädt das Team um Bernd Kunz dazu ein, unter dem Motto „Verändern, um Leben zu retten“ gemeinsam zu überlegen, wie sich die Lebenssituation von Menschen, die Drogen konsumieren, verbessern könnte. Die Beratungsstelle sitzt im Familienzentrum „Aufwind“ in der Klosterstraße.
Bernd Kunz, Sachgebietsleiter der kommunalen Jugend- und Drogenberatung in Pirmasens, sagt: „Die Zahl der sogenannten ‘Drogentoten‘ befand sich 2025 in Deutschland mit 2.150 Menschen fast auf dem historischen Höchststand aus dem Jahr 2023, als 2.227 Verstorbene zu vermelden waren. In der Öffentlichkeit ist dies wenig bekannt“.
Die Fachkräfte der Beratungsstelle helfen und begleiten Menschen, die Drogen konsumieren. Sie legen dabei nach eigenen Angaben großen Wert darauf, die gesundheitliche Situation zu erhalten und zu verbessern. Kunz berichtet: „An Sucht erkrankte Menschen versterben früher und oft auch einsam, so dass manche Todesumstände erschüttern“. red
Autor:Frank Schäfer aus Pirmasens |