Mittelaltermarkt Pirmasens lockt mehr als 1500 Besucher in den Strecktalpark [Bildergalerie]
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Mehr als 1500 Besucher, eine beeindruckende Feuershow und so viele Lagergruppen wie noch nie: Der Mittelaltermarkt im Strecktalpark begeistert am Samstag das Publikum. Doch trotz des gelungenen Auftakts sehen die Veranstalter bei einem wichtigen Punkt noch Verbesserungspotenzial. Am heutigen Sonntag geht es weiter.
Von Peter Schneider
Pirmasens. Ritter, Wikinger und Gaukler verwandelten den Strecktalpark am Samstag in eine lebendige Zeitreise ins Mittelalter. Mit dem traditionellen Einzug der 18 Lagergruppen wurde der dritte Mittelaltermarkt eröffnet. Oberbürgermeister Markus Zwick und Veranstalter Karl-Heinz Carolan Lieb (Lorraine Médiévale) hießen Besucher, Händler, Handwerker und Mitwirkende willkommen.
Vielfältiges Kinderprogramm
Allerhand gab es für die Kinder zu entdecken. Unter anderem ein handgetriebenes Karussell, Riesenrad, Drachenjagd und Bogenschießen, das Rattenfangen, Glücksrad. Beim Lederer konnten sich die Kids Beutel basteln, bei Samarix Körbe flechten und sogar eine Hennamalerin war anwesend. Der spaßige Gaukler Timelino und seine Assistentin zeigten Jonglage, Schabernack und den Umgang mit dem Feuer.
Beim Kulturprogramm ist Luft nach oben
"Capud Draconis", ein Trio das authentische mittelalterliche Livemusik mittels Dudelsäcken, Trommeln und Gesang, sorgte mit mächtig Spielfreude in den Backen für gute Laune. Ebenso überzeugten die erstmals in Pirmasens spielenden "Papperlabarden", ein immens launiges Trio für Bierangelegenheiten, das mit ihren Lauten und Cajon für ausgelassene Stimmung im Tavernen-Zelt sorgte und dort phasenweise regelrecht abgefeiert wurde. Das Duo "Selkie Anderson" musste leider aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen. Das war sehr bedauerlich, denn die hieraus resultierenden drei halbstündigen Leerzeiten im Programm konnte man offensichtlich nicht spontan füllen. Künftig sollte man sich Gedanken über die elektronische Verstärkung der Livemusik auf der Bühne machen. Dies wäre auch für die eingangs erwähnte obligatorische offizielle Begrüßung angebracht, da man schon im erwähnten etwa fünfzehn Meter entfernten Zelt kaum noch etwas davon hören konnte, was Lieb und Zwick erzählten, wie sich zahlreiche Leute beim Wochenblatt Pirmasens beschwerten. Zudem ist es empfehlenswert adäquate Pausenmusik aus der Konserve laufen lassen, um das gewünschte mittelalterliche Flair allgegenwärtig zu halten, respektive das Publikum permanent zu bespaßen.
So viele Lagergruppen wie noch nie ziehen die Blicke auf sich
Achtzehn Lagergruppen, darunter Wikinger, Tempelritter, Schotten, Kelten, Germanen, Vertreter von Hoch- und Spätmittelalter und viele mehr hatten ihre teils imposanten Lager inklusive zahlreichen Zelten aufgebaut und kamen gerne mit den Besuchern ins Gespräch. Insbesondere die Wikingergruppe Freyas Folkwang stach mit höchst authentischer Kleidung, Ausrüstung sowie selbst gefertigten Holzschilden heraus und warf sich für diese Zeitung gerne und voller Enthusiasmus mittels einem sogenannten Schildwall in Gefechtsformation. Apropos Wikinger: Flokki Blasslason, der Jarl der Wikinger-Sippe Lupuscorvus - Die Hüter des Yggdrasil entpuppte sich als sachkundiger begnadeter Skalde und Menschenfänger, der zudem drei authentische Gästezelte zur Übernachtung anbot.
Faszinierende Feuershow zum Abschluss
Ab 21:30 Uhr zauberte die Gruppe Feuerplanet erstmals ihre tolle Feuershow im Strecktalpark in den dunklen Pirmasenser Nachthimmel. Groß und Klein zeigten sich begeistert und belohnten die Artisten mit viel Beifall. Letztendlich machten exakt 1523 zahlende Besucher dem Markt ihre Aufwartung, was abermals eine Steigerung zum Samstag des Vorjahres (rund 1400) darstellt. Da auch bei Speis, Trank und den feil gebotenen Waren bei den zahlreichen Händlern kaum Wünsche offen blieben muss insgesamt von einem sehr gelungenen ersten Tag des Mittelaltermarktes gesprochen werden. Am heutigen Sonntag geht es von 11 Uhr bis 18 Uhr weiter. Der Eintritt kostet für Erwachsene 8 Euro, Kinder (6-14 Jahre) sowie historisch Gewandete zahlen 5 Euro.
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