Obstbäume im Frühjahr pflanzen: So wachsen sie gut an
- Obstbäume im Frühjahr pflanzen: Start ins Baumleben - Pflanzloch ausheben, Hauptwurzeln abschneiden, Baum gerade einsetzen.
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Obstbäume im Frühjahr pflanzen. Auch nach dem Winter lassen sich viele Obstbäume noch problemlos setzen. Entscheidend sind passende Sorten, ein sonniger Standort und einige Handgriffe beim Einpflanzen. Dann können die Bäume auch im Frühjahr gut anwachsen und später Früchte tragen.
Obstgehölze mit Topfballen gelten als besonders flexibel. Sie lassen sich in der Regel das ganze Jahr über pflanzen. Für wärmeliebende Arten wie Pfirsich, Aprikose oder Nektarine gilt der Frühling sogar als günstiger Zeitpunkt. Wichtig ist nur, dass keine stärkeren Nachtfröste mehr auftreten. Vor dem Kauf lohnt ein Blick auf Wuchsform und Platzbedarf. Sie bestimmen, wie viel Raum der Baum später im Garten einnimmt und wie aufwendig die Pflege ausfällt.
Wuchsform bestimmt Platzbedarf im Garten
Je nach Sorte wachsen Obstbäume sehr unterschiedlich. Diese Formen sind im Garten besonders verbreitet:
- Hochstamm. Große Bäume mit viel Platzbedarf von rund 100 Quadratmetern.
- Buschbaum. Wird bis etwa drei Meter hoch und gilt als pflegeleicht.
- Spindelbaum. Kompakter Wuchs und daher gut für kleinere Gärten geeignet.
- Säulenobst. Wächst schmal nach oben und braucht besonders wenig Platz.
Säulenbäume eignen sich auch für Kübel auf Balkon oder Terrasse. Allerdings fällt der Ertrag meist geringer aus und die Pflanzen sind oft teurer als Busch- oder Spindelbäume.
Auch das Alter spielt eine Rolle. Junge Bäume wachsen häufig schneller an. Ältere Exemplare tragen früher Früchte, kosten jedoch mehr. Wird nur ein Baum gepflanzt, sind selbstfruchtbare Sorten oft praktischer.
Beim Pflanzen auf Boden, Pfahl und Schutz achten
Ein sonniger Standort und lockerer, humusreicher Boden gelten als gute Grundlage. Vor dem Einsetzen werden die Spitzen der Hauptwurzeln sauber angeschnitten. Das Pflanzloch sollte breiter sein als der Wurzelballen, damit sich die Wurzeln leichter ausbreiten können.
Der Boden im Loch wird zusätzlich aufgelockert. Danach wird der Baum gerade eingesetzt und mit der ausgehobenen Erde aufgefüllt. Etwas Kompost kann beigemischt werden. Die Erde wird fest angetreten und anschließend kräftig angegossen. Ein flacher Erdwall rund um den Stamm hält das Wasser im Wurzelbereich.
Wichtig ist außerdem ein stabiler Pfahl. Er schützt den jungen Baum vor Windschäden. Der Pfahl steht etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter vom Stamm entfernt und wird mit einem Strick befestigt. Der Industrieverband Agrar weist zudem auf einen einfachen Schutz vor Wühlmäusen hin. Ein Pflanzkorb aus Kaninchendraht im Pflanzloch kann verhindern, dass die Tiere später die Wurzeln anfressen. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |