Rund 300 Stauden statt Schotter am Lambrechter Bahnhof
- Am Lambrechter Bahnhof wachsen nun rund 300 naturnahe Stauden statt Schotter und Thuja-Hecken. Der eingriffelige Weißdorn gehört zu den heimischen Gehölzen, die zahlreichen Insekten Nahrung und Lebensraum bieten.
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Lambrecht. Gegenüber dem Bahnhof blühen selbst im Oktober noch unterschiedliche Pflanzen für Insekten. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen gestaltete die rund 220 Quadratmeter große öffentliche Grünfläche um. Wo zuvor Schotter und Thuja-Hecken standen, wachsen jetzt rund 300 naturnahe Stauden, darunter gelber Blasenstrauch, Kornelkirsche und eingriffeliger Weißdorn.
Eine Kräuterschnecke ergänzt die Anlage. Ein Sandarium schafft Lebensraum für Reptilien wie die geschützte Mauereidechse. Eine Infotafel erklärt, welche Pflanzen und Tiere auf der Fläche vorkommen.
Eine von vier umgestalteten öffentlichen Flächen
Das Biosphärenreservat setzte die Grünanlage im grenzüberschreitenden Interreg-Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ um. Die Anlage in Lambrecht gehört zu vier öffentlichen Flächen, die das Projekt umgestaltet hat. Die Gemeinde entfernte den bisherigen Schotterbelag in Eigenleistung und stimmte die weitere Umgestaltung eng mit dem Biosphärenreservat ab.
Bezirkstagsvorsitzender Hans-Ulrich Ihlenfeld sagte bei der offiziellen Übergabe: „Hier ist eine Fläche entstanden, die modellhaft zeigt, was klimaresiliente Grünanlagen ausmacht und was diese zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Hierzu wurden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, die darauf abzielen, die ökologische Vielfalt zu fördern und einen Beitrag zum Klimaschutz sowie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu leisten“.
Künftig pflegt die etwa zehnköpfige Natur- und Umweltgruppe die Anlage mit Unterstützung des örtlichen Bauhofs. Interreg Oberrhein und das Land Rheinland-Pfalz förderten das Projekt. Weitere Informationen gibt es unter www.pfaelzerwald.de.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |