Ein Hoch auf das Ehrenamt!
Kulturpreis der Stadt Neustadt an Fördergemeinschaft Alte Winzinger Kirche und den Künstler Wolfgang Friedrich

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Von Markus Pacher

Neustadt. Es war eine rundum geglückte Veranstaltung am letzten Sonntag in der ältesten Kirche Neustadts: Als würdige Preisträger nahmen in einem gleichsam emotional bewegenden wie unterhaltsamen Rahmen Vertreter der Fördergemeinschaft Alte Winzinger Kirche (AWK) sowie der sozial engagierte Künstler Wolfgang Friedrich den Kulturpreis der Stadt Neustadt entgegen.Moderiert wurde die Veranstaltung von Michael Landgraf in Interview-Form, derweil Dr. Prof Frank Sobirey und Kulturdezernent Ingo Röthlingshöfer als Laudatoren in sehr persönlicher Weise die Leistungen der Geehrten würdigten.
An seine erste Begegnung mit Wolfgang Friedrich vor 15 Jahren erinnerte sich Frank Sobirey. Damals fiel in gemeinsamer Initiative die Geburtsstunde des Projekts „Kulturportal Haardter Schloss“. Von Anfang an beeindruckte ihn die konsequent umgesetzte Überzeugung von Wolfgang Friedrich, „dass künstlerisches Schaffen mit sozialem Engagement verbunden sein kann“, so Sobirey. Aus der großen Kunstausstellung zugunsten wohltätiger Zwecke entwickelte sich der von Wolfgang Friedrich mitgegründete „Arte Casimir Sozialfonds“. Als Kurator der Stiftung unterstützte der Preisträger in Absprache mit der städtischen Jugend- und Sozialhilfe in Not geratene Kinder und Jugendliche aus der Region. Wie schon beim „Kulturportal“ diente auch ein Teil der Einnahmen aus den Veranstaltungen „For Your Eyes Only“ sozialen Zwecken. Seine eigene Kunst beschreibt Friedrich als phantasievollen Realismus, „in dem die Natur mit all ihren Facetten eine entscheidende Rolle spielt“. Als ehemaliger Inhaber einer PR-Agentur in Mannheim ist Wolfgang Friedrich seit seinem Umzug nach Neustadt aktives Mitglied des Kunstvereins. Neben seinem Engagement für den „Arte Casimir Sozialfonds“ rückte der Künstler unter anderem als Mitgestalter der „Neustadter Hofkultur“ und als Organisator verschiedener weiterer Benefizveranstaltungen ins Blickfeld der kunstinteressierten Öffentlichkeit.
„Wir reden nicht mehr, wir machen einfach was!“, lautete das Credo der Fördergemeinschaft Alte Winzinger Kirche, die das bauhistorische Kleinod vor 23 Jahren aus seinem Dornrösschenschlaf weckte. So konnten zwischenzeitlich die mittelalterlichen Wandmalereien der historischen Kirche freigelegt und restauriert sowie der Fußboden renoviert werden. Mittlerweile ist die Alte Winzinger Kirche zu einem wichtigen Kulturtempel der Stadt Neustadt, insbesondere als Konzertort, geworden. Herzstück des Fördervereins bilden die „Drei Damen vun de Kerch“, wie Kulturdezernent in Anspielung auf die leider im letzten Jahr verstorbene Rosemarie Broßardt sowie die unermüdlich ehrenamtlich zum Wohl der Kirche wirkendenden Mitglieder Rosel Müller und Ursula Baade. Letztere durfte als 2. Vorsitzende und gute Seele des Vereins den Preis entgegennehmen und verriet auch gleich das Erfolgsrezept des Vereins: „Jeder von uns kann sich auf den anderen verlassen, jeder tut das, was er am besten kann“.
Einen großen Wunsch äußerte der 1. Vorsitzende des Vereins Olaf Kleinschmidt: Eines der Kirchenfenster soll künftig als sogenanntes Judenfenster mit sechsarmigen Leuchter und Judenstern ein Zeichen gegen den Antisemitismus in Deutschland setzen.
Für spannende hochvirtuose musikalische Intermezzi und ein begeistertes, gegen Ende nach Zugabe verlangendes Publikum, sorgte das international arrivierte Trio Skylark unter Leitung von Christoph Stadler. Gleichzeitig erhielten die Gäste im Rahmen einer begleitenden Ausstellung Einblicke in das aktuelle Schaffen von Wolfgang Friedrich. pac

Autor:

Markus Pacher aus Neustadt/Weinstraße

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