Haus mitten im Landesgartenschau-Park: Neustadt sucht Ideen statt Höchstpreis
- Wer im Parkumfeld unterwegs ist, könnte hier bald ein neues Angebot finden. Die Stadt verkauft dafür ein Gebäude und sucht das beste Nutzungskonzept.
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Neustadt. Ein Haus direkt am künftigen Landschaftspark und am renaturierten Speyerbach steht zum Verkauf. Entscheidend ist dabei nicht der höchste Preis, sondern das Nutzungskonzept, mit dem Interessierte das ehemalige Betriebswohnhaus im Landesgartenschau-Gelände weiterentwickeln wollen.
Das Gebäude liegt in der Adolf-Kolping-Straße 38 und war bis vor wenigen Jahren noch bewohnt. Die Stadt verkauft auch ein rund 1.500 Quadratmeter großes Grundstück mit. Den Zuschnitt kann sie noch flexibel anpassen. Über die Adolf-Kolping-Straße gilt das Anwesen als gut erschlossen. Die Stadt kündigt außerdem an, dass sie die Straße in Kürze saniert.
Konzeptvergabe: Was die Stadt sehen will und was nicht
Die Stadt setzt nach eigenen Angaben auf eine qualifizierte Konzeptvergabe. Sie sucht Ideen, die den Standort aufwerten, zum neuen Grünzug und Freizeitgelände passen und einen Mehrwert für die Stadtgesellschaft sowie die benachbarte Wohnbebauung bringen.
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Interessierte sollen ein Konzept einreichen, das Gestaltung und Betrieb beschreibt. Die Stadt macht dabei nur wenige Vorgaben. Sie nennt als mögliche Richtung unter anderem Gastronomie mit ergänzender Betriebs- oder Ferienwohnung. Ebenso willkommen sind laut Stadt auch Konzepte aus Kultur, Freizeit, Bildung, Handwerk oder rund um regionale Produkte.
Wichtig ist der Rahmen des Gebiets. Das Grundstück liegt in einem eingeschränkten Gewerbegebiet. Emissionsträchtiges Gewerbe ist nicht erlaubt. Die Stadt wünscht außerdem keine verkehrsintensiven Betriebe und keine Nutzungen, die kaum öffentlich wahrnehmbar sind oder keinen erkennbaren Mehrwert für Neustadt und die umliegenden Quartiere schaffen.
Auch beim Gebäude selbst setzt die Stadt klare Leitplanken. Ein kompletter Abriss ist nicht vorgesehen. Im Sinne des Leitgedankens „Cradle to Cradle“, der die Landesgartenschau prägt, soll der Umgang mit dem Bestand möglichst ressourcenschonend bleiben. Teilrückbauten lässt die Stadt je nach Konzept zu.
Für die Entscheidung plant die Stadtverwaltung nach Möglichkeit den November. Der Verkauf könnte laut Stadt noch Ende 2026 erfolgen. Ziel ist, dass die neue Nutzung möglichst direkt im Anschluss an die Landesgartenschau 2028 startet. In Abstimmung mit der Landesgartenschau-Gesellschaft können einzelne Bausteine möglicherweise schon während der Gartenschau erlebbar werden.
Das vollständige Exposé stellt die Stadt online bereit unter neustadt.eu/grundstuecke-immobilien. Besichtigungen sind nach Terminvereinbarung möglich. Bei der Stadtverwaltung kümmern sich Frank Stradinger (06321 855-1224, frank.stradinger@neustadt.eu) und Andrea Kaiser (06321 855-1238, andrea.kaiser@neustadt.eu) um Anfragen.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |