Ausschwitz-Prozess: Vortrag von Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard

Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard  Foto: ps
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Neustadt. Am Freitag, 27. Januar, 19.30 Uhr, hält Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, Staatssekretär a.D., in der Martin-Luther-Kirche Neustadt einen Vortrag über den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963-1965.

Der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-1965) rückte den millionenfachen Mord der Nationalsozialisten an Juden, Minderheiten und politischen Gegnern erstmals in seinem gesamten Umfang in das Blickfeld der deutschen Öffentlichkeit. Ton- und Schriftaufzeichnungen dieses Prozesses sind sorgsam archiviert worden und wurden 2017 ins Weltdokumentenerbe („Memory of the World“) der Unesco aufgenommen.
Die Prozessunterlagen (insgesamt 454 Aktenbände), vor allem aber 103 Tonbänder mit den überlieferten gesprochenen Worten von Opferzeugen vor Gericht, darunter 221 Überlebende des KZ Auschwitz, „geben uns den Auftrag, heute und in Zukunft Hass und Ausgrenzung entschieden entgegenzutreten“, sagte Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, Vorsitzender des Deutschen Nominierungskomitees „Memory of the World“ anlässlich der Aufnahme in das Unesco-Weltdokumentenerbe im Jahre 2017.
Prof. Leonhard hat sich als Historiker seit seiner Schulzeit, als er mit seiner Schulklasse als Oberstufenschüler des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums Bensheim am 25. März 1965 am Auschwitz-Prozess in Frankfurt teilnehmen durfte, und auch später wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigt. Er beschreibt in seinem Vortrag die Entwicklungen, aber auch die Verzögerungen, bis es zum ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess kam, sowie die Nachwirkungen in der deutschen Nachkriegsgeschichte. pac/ps

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Autor:

Markus Pacher aus Neustadt/Weinstraße

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