Krawalle beim FCK-Derby: Innenminister kündigt Gespräche an
- Beim DFB-Pokalspiel in Mannheim war auch berittene Polizei auf dem Spielfeld (Archivbild)
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Mannheim/Kaiserslautern. Für Fans und Besucher künftiger Hochrisikospiele beim 1. FC Kaiserslautern könnten nach den Derby-Krawallen strengere Sicherheitsabsprachen gelten. Der rheinland-pfälzische Innenminister Achim Schwickert kündigte zeitnahe Gespräche mit dem FCK an. Ziel sei es, „konkrete Konsequenzen und Verbesserungen für künftige Hochrisikospiele festzulegen“, sagte der CDU-Politiker.
Minister spricht von Gefahr für Menschen
Schwickert wertete die Vorfälle beim Pokalderby zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern als klare Grenzüberschreitung. „Wenn Leuchtraketen gezielt in Richtung von Menschen geschossen werden, reden wir nicht mehr über Fankultur, sondern über Straftaten und die Gefährdung von Leib und Leben“, erklärte er.
Das Erstrundenspiel im DFB-Pokal am 21. August im ausverkauften Carl-Benz-Stadion stand kurz vor dem Abbruch. Kaiserslautern gewann nach Verlängerung 1:0. Überschattet wurde die Partie von Krawallen, Pyrotechnik und einem Platzsturm.
Viele Verletzte nach dem Derby
Die Polizei war mit rund 1.400 Einsatzkräften vor Ort. Nach Angaben der Polizei wurden 35 Polizeibeamte verletzt. Außerdem mussten 85 Zuschauer medizinisch betreut werden, acht von ihnen kamen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.
Die wichtigsten Punkte nach dem Spiel:
- Innenminister Schwickert will zeitnah mit dem 1. FC Kaiserslautern sprechen.
- Für künftige Hochrisikospiele sollen Konsequenzen und Verbesserungen festgelegt werden.
- In Baden-Württemberg lädt Innenminister Manuel Hagel Vereine für Donnerstag, 3. September, nach Stuttgart ein.
Auch Baden-Württemberg plant Gespräche
Hagel will mit Fußballvereinen über klare Vereinbarungen und die Weiterentwicklung der Stadion-Allianzen sprechen. Eingeladen sind nach Angaben einer Sprecherin sieben Clubs, vor allem aus der ersten bis dritten Liga. „Gewalt hat in unseren Stadien keinen Platz“, heißt es in der Einladung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dies müsse auch für emotional aufgeladene Begegnungen gelten.
Schwickert forderte eine gemeinsame Kraftanstrengung von Vereinen, Verbänden, Sicherheitsbehörden und Fans. „Solche Gewaltexzesse sind nicht hinnehmbar und dürfen nicht folgenlos bleiben“, sagte er. dpa/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |