Adler Mannheim: Nach der Auftakt-Heimpleite kassieren die Adler auch in Spiel zwei der Finalserie in Berlin eine Klatsche!
- Auch in Spiel zwei jubelt Berlin! Hier hat Manuel Wiederer (dunkles Trikot) gerade das frühe 1:0 für die Eisbären erzielt.
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Von Andreas Martin
Eishockey. In Spiel eins der „Best of seven“-Finalserie der DEL gegen den Titelverteidiger Eisbären Berlin lief für die Adler am Freitagabend in den ersten beiden Dritteln nicht viel nach Wunsch, die sich zum Auftakt den Berlinern trotz eines starken Schlussspurts letztlich mit 3:7 (0:3, 0:2, 3:2) geschlagen geben mussten. Update: In Spiel zwei am Sonntag lief es für die Adler in Berlin vor den 14 200 Zuschauern nicht besser, kassierten sie doch in Spiel zwei mit 1:5 (0:1, 0:1, 1:3) die nächste herbe Pleite, mit der die Eisbären nun in der Serie mit 2:0-Siegen vorne liegen. Leon Gawanke konnte im Gegensatz zu Justin Schütz wieder mitwirken. Die DEL-Disziplinarkommission hatte nach Spiel eins keinen Anlass gesehen, Eisbären-Kapitän Kai Wissmann nach dessen Bandencheck gegen Gawanke zu sperren. Für Schütz rückte überraschend Brendan O’Donnell in den Adler-Sturm, dem nach seinem Kieferbruch in der Viertelfinalserie gegen Bremerhaven schon das Saisonaus prognostiziert worden war. In Spiel zwei in Berlin waren es erneut die Eisbären, die früh in Führung gingen, als Manuel Wiederer Maximilian Franzreb im Adler-Tor zum 1:0 (3.) überwand. Das Spiel an sich konnten die Adler lange ausgeglichen gestalten und hatten auch selbst Chancen, die Tore erzielte aber zunächst wieder nur der Titelverteidiger! So traf Liam Kirk für die Berliner zum 2:0 (23.) und Leonhard Pföderl erhöhte per Doppelpack (47., 54.) auf 4:0. Zehn Sekunden nach dem zweiten Tor von Pföderl legte Eric Hördler zum 5:0 (54.) nach. In Überzahl brachte Zach Solow die Adler mit dem 5:1 (58.) noch auf die Anzeigetafel. „Wenn du Chancen hast, dann musst du sie reinmachen. Berlin ist ein Team, das nicht viele Chancen für seine Tore braucht. Wir brauchen ein besseres Puckmanagement und ein besseres Forechecking“, sah Adler-Cheftrainer und -Sportmanager Dallas Eakins hier den größten Verbesserungsbedarf. „Die Effizienz, die uns dieses Jahr ausgezeichnet hat, vermissen wir gerade ein bisschen“, hoffte auch Adler-Kapitän Marc Michaelis, dass sich dies in Spiel drei jetzt ändern wird.
Spiel drei am Dienstag in Mannheim
Spiel drei ist am 28. April (19.30 Uhr/live auf DF1) in Mannheim und Spiel vier am 30. April (19.30 Uhr/live auf DF1) erneut in Berlin. Sollte Spiel fünf erforderlich werden, wäre dieses am 3. Mai (16.30 Uhr) in Mannheim. Ein mögliches sechstes Spiel wäre am 5. Mai (19.30 Uhr/live auf DF1) in Berlin und sollte es ein siebtes Spiel in dieser Finalserie geben, dann wäre dieses am 7. Mai (19.30 Uhr) in der Mannheimer SAP Arena. „Wir haben an diesem Abend Dinge gesehen, die du so sonst nicht siehst. Heute hatten wir kein Scheibenglück. Das war nicht unser Abend“, gefiel Adler-Headcoach Dallas Eakins allerdings, wie sich sein Team in Spiel eins nicht hängen ließ und im dritten Drittel selbst noch zu drei Toren kam. „Wir haben gezeigt, dass wir Tore schießen können“, fand auch Adler-Verteidiger Lukas Kälble im Hinblick auf das Schlussdrittel. „Für uns war das Wichtigste, dass wir uns nie aufgegeben haben“, lobte der gebürtige Mannheimer trotz des zwischenzeitlichen 0:5-Rückstandes den Zusammenhalt im Team.
Auch der Auftakt ging verloren
Die Adler fanden vor den 13 600 Zuschauern in der ausverkauften SAP Arena zunächst gut ins erste Finalspiel gegen die Eisbären Berlin und hatten auch früh ein Überzahlspiel, aber Eisbären-Torwart Jonas Stettmer parierte einen Schuss von Matthias Plachta (4.). Danach konnten Alexander Ehl und Lukas Kälble Stettmer ebenfalls nicht überwinden (beide 7.). Stattdessen gab es das Tor für die Berliner, als Liam Kirk das erste Überzahlspiel des Titelverteidigers gleich zum 0:1 (8.) nutzte. Nick Mattinen scheiterte zweimal an Stettmer (11.) und noch in der elften Minute parierte Maximilian Franzreb im Adler-Tor einen Schuss von Lester Lancaster, aber der Rebound landete im Slot bei Jean-Sébastien Dea, der die Eisbären das 0:2 (11.) bejubeln ließ. Es kam für die Adler in den ersten 20 Minuten dieses Finales noch dicker, als Lancaster einen Konter der Berliner auf Zuspiel von Marcel Noebels mit dem 0:3 (19.) abschloss. Im zweiten Drittel überstanden die Adler eine frühe Strafe gegen Lukas Kälble unbeschadet und hatten in Unterzahl durch Ehl und Anthony Greco sogar gleich zwei gute Torgelegenheiten (22.). Kaltschnäuziger blieb allerdings der DEL-Rekordmeister und Ty Ronning ließ die Berliner das 0:4 (35.) bejubeln. Damit aber noch nicht genug, denn Markus Vikingstad legte in den zweiten 20 Minuten auch noch das 0:5 (36.) nach. Bei den Adlern kam zu Beginn des dritten Abschnitts Johan Mattsson für Franzreb ins Tor und die Blau-Weiß-Roten zeigten Kampfgeist, als Leon Gawanke Kris Bennett das 1:5 (42.) auflegte. Der gebürtige Berliner Gawanke musste kurz danach vom Eis geleitet werden, nachdem ihn Kai Wissmann in die Bande gecheckt hatte, wofür der Berliner fünf Minuten plus eine Spieldauerdisziplinarstrafe bekam (43.). Für die Adler besonders bitter, da auch schon Justin Schütz sich im Spiel verletzt hatte. In der fünfminütigen Überzahl hatten Ehl und Adler-Kapitän Marc Michaelis eine Doppelchance (45.), konnten Stettmer aber nicht überwinden, und ein zweites Tor gelang in dieser Überzahl nicht, aber nur wenig später verkürzte Ehl auf 2:5 (48.). Als Tom Kühnhackl bei den Adlern auf der Strafbank saß, hatte Kris Bennett in Unterzahl die Chance aufs dritte Mannheimer Tor, verfehlte aber das Tor der Berliner knapp (49.). Die Adler zogen den Torhüter und John Gilmour verkürzte auf 3:5 (56.). Mattsson ging erneut aus dem Tor und Marcel Noebels zum 3:6 (57.) und Kirk zum 3:7 (58.) trafen jeweils ins leere Mannheimer Tor. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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