Artenschutz mit Erfolg
Zwei echte „Monnemer“ haben Mannheim verlassen
- Die Eltern der Ausgesetzten Schleiereulen
- Foto: Wolfgang Neuberth
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Monnemer Eulen machen Karriere im Ruhrpott
Zwei Schleiereulen aus dem Vogelpark Mannheim am Karlstern wurden erfolgreich ausgewildert – im Ruhrgebiet haben sie eine neue Heimat in freier Natur gefunden
Käfertal. Zwei echte „Monnemer“ haben Mannheim verlassen und im Ruhrpott eine neue Heimat gefunden. Die beiden Auswanderer brauchen allerdings weder Koffer noch Umzugskartons: Es handelt sich um zwei junge Schleiereulen aus dem Vogelpark Mannheim am Karlstern. Nach ihrer erfolgreichen Aufzucht wurden sie am Stadtrand von Essen ausgewildert und leben dort inzwischen in freier Natur. Für den Vogelpark im Käfertaler Wald ist dies ein besonderer Erfolg. Die Einrichtung ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Naturfreunde. Zu ihren Aufgaben gehört es auch, Wissen über die heimische Vogelwelt zu vermitteln und durch die Nachzucht ausgewählter Arten einen Beitrag zu deren Erhalt zu leisten.
Im vergangenen Jahr hatte ein Schleiereulen-Pärchen im Vogelpark für Nachwuchs gesorgt. Zwei Küken schlüpften und entwickelten sich prächtig. Mit zunehmendem Alter stellte sich für die Verantwortlichen jedoch die Frage, wie es mit den beiden Jungvögeln weitergehen sollte. Schließlich sollte ihnen nach Möglichkeit einmal ein Leben außerhalb einer Voliere ermöglicht werden.
Bei der Suche nach einem geeigneten Platz wurde der Vogelpark schließlich in Nordrhein-Westfalen fündig. Der Kontakt zur Falknerei „Vom Löwenbrunnen“ am Stadtrand von Essen kam zustande. Dort boten sich die Voraussetzungen, um die beiden Schleiereulen auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten.
So hieß es für die jungen Eulen schließlich Abschied nehmen vom Karlstern. Sie machten sich auf die Reise von Mannheim ins Ruhrgebiet. Dort wurden sie zunächst auf ihre neue Umgebung vorbereitet und anschließend erfolgreich ausgewildert.
Seitdem sind die beiden ehemaligen Bewohner des Vogelparks auf sich allein gestellt. Sie können ihr neues Revier erkunden, auf Nahrungssuche gehen und sich ihren Platz in der Natur suchen. Vielleicht sorgen die beiden „Monnemer“ eines Tages sogar selbst für Nachwuchs. Im Vogelpark freut man sich über die gelungene Aktion. „Wir sind sehr glücklich über diesen Erfolg“, sagt Paul Schüpferling, Pressesprecher des Vogelparks.
Und die Erfolgsgeschichte geht weiter: Inzwischen hat das Schleiereulen-Paar am Karlstern erneut für prächtigen Nachwuchs gesorgt. Dieses Mal soll die nächste Generation allerdings in der Heimat bleiben. Wenn sich die Jungvögel weiterhin gut entwickeln und alle Voraussetzungen erfüllt sind, sollen sie in Mannheim ausgewildert werden. Aus den kleinen Eulen des Vogelparks sollen damit künftig frei lebende „Monnemer“ werden.
Auch bei anderen Bewohnern des Vogelparks hat sich Nachwuchs eingestellt. Für die Besucher gibt es damit derzeit einiges zu entdecken. Eine gute Gelegenheit dazu bietet das Herbstfest am 17. und 18. Oktober im Vogelpark Mannheim. Neben dem geselligen Programm ist unter anderem eine besondere Führung durch den Park geplant. Dabei können die Besucher verschiedene Vogelarten kennenlernen und zugleich mehr über die Arbeit der ehrenamtlich Engagierten sowie die Nachzucht im Vogelpark erfahren.
Die Geschichte der Schleiereulen zeigt dabei, dass die Arbeit am Karlstern weit über die Grenzen des Vogelparks hinausreicht. Während die erste Generation ihre neue Heimat im Ruhrgebiet gefunden hat, soll der aktuelle Nachwuchs künftig durch die Mannheimer Natur fliegen.
Und wer weiß: Vielleicht begegnet dem einen oder anderen Spaziergänger künftig eine Schleiereule, die ihre ersten Lebenswochen im Vogelpark am Karlstern verbracht hat. Die „Monnemer Eulen“ machen weiter Karriere – dieses Mal in ihrer Heimatstadt.
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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