Ein Abend, der Türen öffnet
Rauf auf die Bühne – Ein Abend, der Türen öffnet
- Alle machen mit Begeisterung mit
- Foto: Wolfgang Neuberth
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Rauf auf die Bühne – Ein Abend, der Türen öffnet
Vier Wochen lang haben sie auf diesen Moment hingearbeitet. Sie haben geprobt, gezweifelt, gelacht, sich gegenseitig Mut gemacht und sind über sich hinausgewachsen. Für mehr als 25 Jugendliche wurde das Abschlusskonzert des Projekts „Rauf auf die Bühne“ zu einem Erlebnis, das weit über Musik hinausgeht. Es war ein Abend voller Emotionen, voller Energie – und voller Geschichten, die bleiben.
Viele der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten zuvor kaum Zugang zu musikalischer Förderung. Für sie ist dieses Projekt mehr als ein Workshop. Es ist eine Chance. Eine Möglichkeit, gehört zu werden. Eine Tür, die sich öffnet – zu neuen Perspektiven, zu Selbstvertrauen und zu Gemeinschaft.
Bereits zum dritten Mal hat der Rotary Club Mannheim Kurpfalz dieses Projekt ins Leben gerufen. Es richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren – unabhängig von Herkunft, musikalischem Stil oder Vorerfahrung. Was zählt, ist die Freude an Musik. Und genau diese war an diesem Abend in jeder Note spürbar.
Durch das Programm führte Moderator Stefan Dettlinger mit Charme und Gespür für die jungen Künstler. Er verstand es, die richtige Balance zwischen Information und Emotion zu halten und gleichzeitig den Jugendlichen die Bühne zu überlassen.
„Wir wollten jungen Menschen die Möglichkeit geben, mit professionellen Musikern und Lehrern Musik zu machen“, betonte Frederik Loos, Präsident des Clubs. Seit dem Start im Jahr 2024 ist das Projekt stetig gewachsen – in der Teilnehmerzahl ebenso wie in der musikalischen Qualität. Die Bands sind größer geworden, die Arrangements vielfältiger, die Auftritte selbstbewusster. Was geblieben ist, ist die Begeisterung.
Den Auftakt machte die Band „Push Push Groove“, betreut von Katherina Groß und Zacharias Zschenderlein. Mit dem selbstgeschriebenen Song „I’m Just a Fool You Make“ von Narien bewiesen sie eindrucksvoll ihre Kreativität. Beim Cover „Oh Hannah“, gesungen von Sarah, sprang der Funke endgültig ins Publikum über.
Anschließend zeigte die Band „The Dangerous“ mit Songs wie „Bloody Flowers“ von Lisa, „Take Me Away“ und „From the Inside“ sowie „Mörder“, gesungen von Stefanie, ihr kraftvolles Können. Hier wurde nicht nur musiziert, sondern auch Emotion spürbar transportiert.
Noch vor der Pause setzte die „YOUNITY-Band“, betreut von Olaf Schönborn, erste Akzente und ließ bereits erahnen, welches musikalische Niveau an diesem Abend erreicht werden würde.
Nach der Pause übernahm die „YOUNITY-Band“ dann vollständig die Bühne. Der Einfluss von Olaf Schönborn und seiner Jazz-Expertise war deutlich hörbar. Mit dem Jazz-Standard „Blue Bossa“ zeigte die Band ihre musikalische Reife. Es folgten „Baby Doll“, gefühlvoll gesungen von Fabian, sowie weitere Highlights des Abends.
Mit „Narben aus Gold“, geschrieben und gesungen von Sammy, wurde es besonders emotional. Auch „Love Song“ von Adele, gesungen von Stefanie, berührte das Publikum. Ein besonderer Moment war das von Sammy geschriebene und gemeinsam mit Fabian gesungene „Perfektes Duett“, das die beiden eindrucksvoll präsentierten. Mit „Weiter Weg zu Dir“, vorgetragen und geschrieben von Fabian, setzte die Band einen weiteren Höhepunkt.
Das Publikum war begeistert – und forderte lautstark eine Zugabe. Verstärkt durch Zacharias Zschenderlein an der Querflöte, Stefan Dettlinger an der Gitarre und Olaf Schönborn am Saxophon wurde mit dem Jazz-Klassiker „Take Five“ ein fulminantes Finale geboten.
Was folgte, war mehr als Applaus. Es war Anerkennung und Respekt. Das Publikum erhob sich zu stehenden Ovationen – für junge Menschen, die an diesem Abend über sich hinausgewachsen sind.
Ein besonderer Dank gilt auch Thomas Siffling, der den Jazzclub Ella & Louis zur Verfügung stellte, sowie der Musikschule, die Räume und Instrumente bereitstellte. Ohne dieses Engagement wäre ein Projekt wie dieses nicht möglich.
Am Ende bleibt ein Abend, der berührt hat. Der gezeigt hat, wie viel Kraft in Musik steckt – und wie wichtig es ist, jungen Menschen eine Bühne zu geben.
Ein Schritt auf die Bühne – und vielleicht der erste Schritt in eine neue Zukunft.
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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