Mannheims weiterführende Schulen wachsen weiter: Stadt plant mehr Platz
- An weiterführenden Schulen in Mannheim wächst der Platzbedarf, die Stadt plant zusätzliche Kapazitäten.
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Mannheim. An Mannheims weiterführenden Schulen wird es in den nächsten Jahren spürbar voller. Die Stadt rechnet damit, dass die Schülerzahlen dort weiter steigen und schafft zusätzliche Kapazitäten, unter anderem mit einer neuen Gemeinschaftsschule auf der Vogelstang.
Im aktuellen Schuljahr besuchen 26.911 Schülerinnen und Schüler eine öffentliche allgemeinbildende Schule in Mannheim. Das sind nahezu so viele wie im Vorjahr. Zählt man öffentliche und private Schulen zusammen, steigt die Zahl leicht auf 31.243.
Mehr Jugendliche wechseln jetzt auf die weiterführenden Schulen
Aktuell besuchen 14.916 Schülerinnen und Schüler die öffentlichen weiterführenden Schulen in Mannheim. Nach den Prognosen wächst diese Zahl bis zum Schuljahr 2032/2033 auf rund 17.100. Das entspricht einem Plus von knapp 15 Prozent.
Um den Platzbedarf zu decken, baut die Stadt Schulkapazitäten aus. Zum Schuljahr 2026/2027 startet die neue Rosa-Parks-Gemeinschaftsschule am Standort Vogelstang. Außerdem plant die Stadt weitere Unterrichtsflächen durch Schulerweiterungen, Sanierungen und Ersatzneubauten.
Bildungsbürgermeister Dirk Grunert ordnet die Entwicklung so ein: „Die Schulstatistik zeigt, dass wir unsere Bildungsinfrastruktur kontinuierlich an die sich verändernden Bedarfe anpassen müssen“, sagt Grunert. „Während die Geburtenzahlen künftig zu einem Rückgang an den Grundschulen führen werden, wächst der Bedarf an Schulplätzen im Sekundarbereich zunächst weiter. Deshalb investieren wir konsequent in den Ausbau und die Modernisierung unserer Schulen und schaffen dort zusätzliche Kapazitäten, wo sie benötigt werden.“
An den Grundschulen zeigt sich erstmals seit über zehn Jahren ein leichter Rückgang. Im Schuljahr 2025/2026 besuchen 10.650 Kinder eine Mannheimer Grundschule. Das sind 51 weniger als im Vorjahr. Für das kommende Schuljahr erwartet die Stadt nach aktuellen Prognosen noch einmal einen leichten Anstieg. Langfristig sollen die Zahlen wegen sinkender Geburtenzahlen jedoch voraussichtlich zurückgehen. Bis zum Schuljahr 2044/2045 rechnet die Stadt mit rund 10.100 Grundschülerinnen und Grundschülern.
Gleichzeitig werden laut Stadtverwaltung an Grundschulen absehbar keine Kapazitäten frei. Das Land hat neu Juniorklassen als Vorbereitung für nicht schulreife Kinder eingeführt.
Auch beim Ganztag setzt Mannheim weiter nach. 73,3 Prozent aller Mannheimer Grundschulkinder besuchen entweder eine Ganztagsgrundschule oder ein ergänzendes Betreuungsangebot. Mit der Waldhofschule startet zum Schuljahr 2026/2027 die 14. Ganztagsgrundschule in Mannheim. Die Stadt nennt als Hintergrund auch den bundesweiten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, der ab diesem Schuljahr schrittweise eingeführt wird.
Bei der Inklusion bleibt Mannheim laut Statistik landesweit vorn. Die Inklusionsquote liegt im Schuljahr 2025/2026 bei 39,3 Prozent und damit erneut am höchsten in Baden-Württemberg. Im Vorjahr lag sie bei 37,3 Prozent, landesweit zuletzt bei 15,2 Prozent. Insgesamt unterrichtet Mannheim 835 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Bildungsanspruch inklusiv an allgemeinbildenden Schulen. Mehr als die Hälfte davon besucht eine Grundschule.
Die Schulstatistik bildet laut Stadtverwaltung eine Grundlage für die kommunale Schulentwicklungsplanung. Sie basiert auf amtlichen Schuldaten des Landes Baden-Württemberg sowie ergänzenden Erhebungen des Fachbereichs Bildung. Stichtag ist der 22. Oktober.
Eine PDF-Version der Schulstatistik 2025/2026 gibt es online unter [urlnt=www.mannheim.de/de/bildung-staerken/bildungsplanungschulentwicklung/bildung-in-zahlen/schulstatistik]www.mannheim.de/de/bildung-staerken/bildungsplanungschulentwicklung/bildung-in-zahlen/schulstatistik[/urlnt]. Wichtige Zahlen und Fakten bündelt außerdem der Mannheimer Schulatlas unter https://web2.mannheim.de/schulatlas/.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |