musikalischer Schlusspunkt
Kultursommer ist Stimmungsvoll zu Ende
- Thomas Wind, Simon Schallwig, Susan Horn,Tobias Frohnhöfer
- Foto: Wolfgang Neuberth
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Kultursommer Käfertal endet mit Jazz und viel Resonanz
Susan Horn und das Thomas Wind Trio setzen musikalischen Schlusspunkt – Kulturhausleiter Christian Lüttich zieht positive Bilanz
Käfertal. Mit einem stimmungsvollen Jazzabend ist der diesjährige Kultursommer des Kulturhauses Käfertal zu Ende gegangen. Jazz-Sängerin Susan Horn setzte gemeinsam mit dem Thomas Wind Trio den musikalischen Schlusspunkt auf der Freiluftbühne im Stempelpark. Ein Abend, der noch einmal zeigte, wie gut das sommerliche Kulturangebot beim Publikum angekommen ist.
Kulturhausleiter Christian Lüttich konnte am Ende des Kultursommers eine positive Bilanz ziehen. Über mehrere Wochen hinweg hatte das Kulturhaus ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, das unterschiedliche musikalische und kulturelle Interessen ansprach. Die Veranstaltungen unter freiem Himmel boten dabei nicht nur Unterhaltung, sondern wurden zugleich zu Treffpunkten für Menschen aus Käfertal und den umliegenden Stadtteilen.
„Es war ein sehr schöner Kultursommer“, lautete das Fazit von Lüttich. Besonders erfreulich sei die Resonanz des Publikums gewesen. Viele Besucherinnen und Besucher hätten die Gelegenheit genutzt, Kultur in entspannter Atmosphäre und unter freiem Himmel zu erleben. Der Stempelpark mit seiner Freiluftbühne und dem charakteristischen Segeldach erwies sich dabei erneut als geeigneter Veranstaltungsort.
Susan Horn sorgt für den Schlusspunkt
Zum Abschluss gehörte die Bühne der Jazz-Sängerin Susan Horn. Gemeinsam mit dem Thomas Wind Trio nahm sie das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die Welt des Jazz und des Great American Songbook.
Mit „Love Me or Leave Me“, bekannt unter anderem durch Ella Fitzgerald, zeigte Horn gleich zu Beginn ihre stimmliche Ausdruckskraft. Kraftvoll und zugleich gefühlvoll interpretierte sie den Klassiker und gab ihm ihre persönliche Note.
Bei „My Baby Just Cares for Me“ von Nina Simone rückte das Trio stärker in den Mittelpunkt. Schlagzeuger Tobias Frohnhöfer ließ mit seinen Jazzbesen die Felle sanft und rhythmisch erklingen. Der Musiker ist in der Jazzszene bereits mehrfach ausgezeichnet worden und erhielt 2021 den Wormser Jazzpreis.
Anschließend wurde es mit „Love for Sale“ von Cole Porter etwas dunkler und zugleich spannungsvoller. Der Jazzstandard aus dem Jahr 1930 entführt in die Atmosphäre der amerikanischen Großstadt und in die abgründigen Seiten des damaligen Nachtlebens. Susan Horn nahm diese Stimmung auf, während Pianist Thomas Wind und Schlagzeuger Tobias Frohnhöfer mit ausgefeilten Soli eigene Akzente setzten.
Der Gesang der Sängerin, mit einem leichten Halleffekt unterlegt, trug weit über den Stempelpark. Gemeinsam mit ihren Bandkollegen ließ Horn das „Great American Songbook“ lebendig werden.
Persönliche Verbindung zu New York
Mit „New York State of Mind“ von Billy Joel wechselte das Programm anschließend zu einer weiteren bekannten Hommage an die amerikanische Metropole. Für Tobias Frohnhöfer besitzt das Stück eine ganz persönliche Bedeutung. Von 2014 bis 2015 verbrachte der Schlagzeuger ein Jahr an der Wesleyan University im US-Bundesstaat Connecticut.
„Damals war ich viel in New York“, erzählte Frohnhöfer. Seine persönlichen Erinnerungen gaben dem Song an diesem Abend eine zusätzliche Facette.
Kultur als Treffpunkt
Der Abschlussabend stand stellvertretend für das Konzept des gesamten Kultursommers: unterschiedliche Stilrichtungen, bekannte Künstlerinnen und Künstler sowie ein Ambiente, das Kultur und Begegnung miteinander verbindet.
Gerade diese Mischung scheint beim Publikum gut anzukommen. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Veranstaltungen nicht nur zum Zuhören und Zuschauen, sondern auch zum Austausch und gemütlichen Beisammensein. Der Stempelpark wurde damit während des Kultursommers zu einem lebendigen kulturellen Treffpunkt im Stadtteil.
Auch für Christian Lüttich war der Kultursommer eine wichtige Gelegenheit, sich als neuer Leiter des Kulturhauses einzubringen. Lüttich, der in seiner Jugend selbst E-Bass spielte, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltungsreihe und der Resonanz des Publikums.
Mit dem Jazzabend von Susan Horn und dem Thomas Wind Trio ist der Kultursommer nun zwar zu Ende gegangen. Die positive Resonanz dürfte jedoch Mut machen, auch künftig auf Veranstaltungen zu setzen, die Kultur, Musik und Begegnung miteinander verbinden.
So verabschiedete sich Käfertal musikalisch aus dem Sommer – mit einer kraftvollen Stimme, swingenden Rhythmen und dem guten Gefühl, dass das kulturelle Leben im Stadtteil auf großes Interesse stößt.
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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