„Miteinander leben, voneinander lernen
Interschool-Konzert begeistert
- Chor der Friedrich Ebert Schule
- Foto: Wolfgang Neuberth
- hochgeladen von Wolfgang Neuberth
Interschool-Konzert begeistert mit starken Botschaften
Grundschüler setzen mit selbst geschriebenen Songs ein musikalisches Zeichen für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt
Mannheim. Wenn Hunderte Kinder gemeinsam singen, entsteht mehr als Musik – es entsteht Gemeinschaft. Genau dieses Gefühl prägte das achte Interschool-Konzert in der Friedrich-Ebert-Schule. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und zahlreiche Gäste erlebten einen bewegenden Nachmittag, bei dem nicht Perfektion, sondern Kreativität, Zusammenhalt und die Freude am gemeinsamen Musizieren im Mittelpunkt standen.
Herzstück der Veranstaltung waren die selbst geschriebenen Lieder der Kinder. Über mehrere Monate entwickelten sie gemeinsam mit Coaches der Popakademie Mannheim Texte, komponierten Melodien und probten ihre Songs. So entstanden musikalische Botschaften über Freundschaft, Mut, Vielfalt und gegenseitigen Respekt.
Das Projekt „Interschool“ wurde 2017 anlässlich eines Jubiläums der Mannheimer Lions-Clubs ins Leben gerufen. Ziel ist es, Kinder frühzeitig für ein respektvolles Miteinander zu sensibilisieren. Sie erfahren, dass Unterschiede keine Grenzen setzen, sondern das Zusammenleben bereichern – unabhängig von Herkunft, Religion, Sprache oder Behinderung. Gleichzeitig stärkt das gemeinsame Musizieren Sprachkompetenz, Selbstvertrauen und Teamfähigkeit.
In diesem Jahr standen die Astrid-Lindgren-Schule, die Johannes-Kepler-Grundschule, die Vogelstang-Grundschule, die Franklin-Grundschule, die Humboldtschule sowie die gastgebende Friedrich-Ebert-Schule auf der Bühne. Jede Schule präsentierte ihren eigenen Song und verlieh dem Konzert eine persönliche Note.
Schulleiterin Ulrike Hartmann begrüßte die Gäste und betonte, dass „Miteinander leben, voneinander lernen“ weit mehr als ein Leitspruch sei. Diese Haltung werde an der Friedrich-Ebert-Schule täglich gelebt und finde im Interschool-Projekt ihren musikalischen Ausdruck. Seit acht Jahren zeige das Konzert eindrucksvoll, wie Kinder Verantwortung übernehmen und gemeinsam etwas Besonderes schaffen.
Auch Peter Marysko von den Lions-Clubs bezeichnete sich als großen Fan des Projekts. Es sei beeindruckend, mit welcher Offenheit die Kinder gesellschaftlich wichtige Themen aufgriffen und in Musik verwandelten. Solche Projekte gäben jungen Menschen eine Stimme und stärkten den Zusammenhalt weit über die Schule hinaus. Unter den Gästen verfolgte auch Bürgermeister Thorsten Riehle das Konzert.
Musikalisch eröffnete die Astrid-Lindgren-Schule das Programm. Die Johannes-Kepler-Grundschule sorgte mit „Wir sind die Kinder von der Keplerschule in K5“ für Stimmung, die Vogelstang-Grundschule begeisterte mit viel Dynamik, die Band der Humboldtschule setzte kraftvolle Akzente und auch die Franklin-Grundschule erhielt großen Applaus. Den offiziellen Abschluss gestaltete der Chor der Friedrich-Ebert-Schule mit dem Welthit „We Are the World“.
Für den emotionalsten Moment sorgte das gemeinsame Finale. Begleitet von der Lehrerband mit Marcel Gutting, Mathias Rückert und Bernd Hocker versammelten sich alle Kinder auf der Bühne und sangen gemeinsam mit dem Publikum: „Wir sind Kinder, Kinder der Welt – egal welche Hautfarbe, egal welcher Religion.“ Viele Zuschauer stimmten ein und spendeten lang anhaltenden Applaus.
Die Botschaft des Nachmittags war eindeutig: Musik verbindet Menschen und gibt Kindern eine starke Stimme für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt – heute und in Zukunft.
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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