TV Käfertal verabschiedet sich
Ende einer erfolgreichen Ära
- stehend v. LI-Marcel Stoklasa,Maximilian Breier, Nick Tineremeier, Fabian Conrad, Benjamin Lange,Emil Ostermeier , Moritz Kiefer,
- Foto: Wolfgang Neuberth
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TV Käfertal verabschiedet sich mit Heimsieg aus der Bundesliga Faustball:
5:3-Erfolg gegen den NLV Stuttgart-Vaihingen zum Abschluss – Ende einer erfolgreichen Ära nach der Feldsaison
Mit einem verdienten 5:3-Erfolg gegen den NLV Stuttgart-Vaihingen hat sich der TV 1880 Käfertal im letzten Heimspiel der Feldsaison würdig von seinen Anhängern verabschiedet. Vor 155 Zuschauern auf der Karl-Heinz-Herbst-Sportanlage setzte sich die Mannschaft von Trainer Leo Goth nach einem abwechslungsreichen und umkämpften Spiel mit 11:8, 11:8, 9:11, 11:6, 11:13, 9:11, 11:7 und 11:8 durch und sorgte damit für einen gelungenen Abschluss der Heimspielserie.
Dabei stand die Begegnung unter ganz besonderen Vorzeichen. Es war nicht nur das letzte Heimspiel der Saison, sondern zugleich der Abschied einer Mannschaft, die über viele Jahre zu den festen Größen der 1. Faustball-Bundesliga gehörte. Nach Abschluss der Feldrunde wird sich die erste Männermannschaft aus der höchsten deutschen Spielklasse zurückziehen.
Die Gründe dafür liegen ausdrücklich nicht im sportlichen Bereich. Vielmehr haben sich die Lebensumstände vieler Spieler verändert. Berufliche Verpflichtungen, Familiengründungen und der enorme Zeitaufwand, den der Bundesligaspielbetrieb mit Training, Reisen und Wettkämpfen erfordert, lassen sich für zahlreiche Akteure künftig nicht mehr mit dem Leistungssport vereinbaren. So fällt der Schritt zwar schwer, ist für die Verantwortlichen aber nachvollziehbar und zukunftsorientiert.
Dass die Mannschaft zum Abschied noch einmal ihre Klasse zeigte, war angesichts der personellen Situation keineswegs selbstverständlich. Trainer Leo Goth auf den verletzten Nico Müller sowie auf Daniel Maurer und Felix Schneider verzichten. Dafür rückte Fabian Conrad in den Kader und erfüllte seine Aufgabe zuverlässig. Gemeinsam mit Maximilian Breier, Moritz Kiefer, Marcel Stoklasa, Nick Trinemeier, Benjamin Lange, Marcel Moritz und Emil Ostermeier bildete er ein geschlossen auftretendes Team, das sich den Heimsieg mit großem Einsatz verdiente.
Nach einer schnellen 2:0-Satzführung schien Käfertal die Partie früh unter Kontrolle zu haben. Stuttgart-Vaihingen kämpfte sich jedoch immer wieder zurück und verkürzte mehrfach. Die Gastgeber ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen, entschieden den siebten Satz klar für sich und machten schließlich im achten Durchgang den verdienten 5:3-Erfolg perfekt. Schiedsrichter Klaus Tille (TV Rendel) leitete die Begegnung souverän.
In der Abschlusstabelle der Bundesliga Süd belegt der TV 1880 Käfertal mit 8:12 Punkten und einem Satzverhältnis von 28:38 den sechsten Platz. Meister wurde der TSV Pfungstadt vor dem TSV Calw und dem TV Stammheim.
Auch wenn damit eine erfolgreiche Bundesliga-Geschichte der Männer endet, blickt der Verein optimistisch nach vorn. Die Frauenmannschaft wird weiterhin in der 1. Bundesliga antreten. Im Männerbereich gehen künftig Mannschaften in der 2. und 3. Bundesliga an den Start. Gleichzeitig verfügt der TV Käfertal über eine hervorragende Nachwuchsarbeit, aus der seit Jahren talentierte Spieler hervorgehen.
So war der letzte Heimauftritt weit mehr als nur ein Bundesligaspiel. Er war der emotionale Schlusspunkt einer Ära, die den Faustball in Käfertal über viele Jahre geprägt hat. Der Abschied aus der höchsten Spielklasse bedeutet deshalb keinen Abschied vom Spitzenfaustball im Verein – vielmehr beginnt ein neues Kapitel, das auf einer starken Jugendarbeit, engagierten Spielern und einer klaren Perspektive für die Zukunft aufbaut.
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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