Finalisten beim Neuen Deutschen Jazzpreis in Mannheim stehen fest
Spielen um die Gunst des Publikums

Uli Holz, Thorsten Riehle und Ubbo Gronewold (Alte Feuerwache) neben dem Plakat des Neuen Deutschen Jazzpreises (von links).
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  • Uli Holz, Thorsten Riehle und Ubbo Gronewold (Alte Feuerwache) neben dem Plakat des Neuen Deutschen Jazzpreises (von links).
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Von Christian Gaier 
Mannheim.
Er ist mit 10.000 Euro der höchstdotierte Preis für professionelle Jazzbands und der einzige Publikumspreis der deutschen Jazzszene: Zum 15. Mal vergibt die IG Jazz Rhein-Neckar in Kooperation mit der Alten Mannheimer Feuerwache in diesem Jahr den Neuen Deutschen Jazzpreis. Das Festivalwochenende findet am 13. und 14. März in der Alten Feuerwache statt.

"Dieser Preis hat eine sehr hohe Bedeutung für die Stadt", betonte Stadtrat Thorsten Riehle bei der Pressekonferenz den Stellenwert der Veranstaltung, die 2006 erstmals stattfand. Mit der Wahl des Kurators schlug die IG Jazz auch eine Brücke zur Premiere, bei der der Gitarrist Frank Möbus mit seiner Band Der Rote Bereich als Sieger aus dem Wettbewerb hervorging. Möbus wählte aus den von einer Vorjury vorausgewählten Bands die drei Finalteilnehmer aus, die eines eint: In jeder Formation spielt das Saxophon eine tragende Rolle.

Beim Wettbewerbskonzert am 14. März spielen das Yaroslav Likhachev Quartet, das Andreas Feith Quartett und das Trio Slavin/Henkelhausen/Merk um die Gunst des Publikums. Der Bandpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, der Solistenpreis mit 1.000 Euro. Möbus' Auswahl verspricht stilistische Vielfalt, denn während kollektive Improvisationen beim Trio um den Berliner Saxophonisten Wanja Slawin im Mittelpunkt stehen, will das Quartett um den Nürnberger Pianisten Andreas Feith mit Modern Jazz gefallen, während die Band des Kölner Tenorsaxophonisten Yaroslav Likhachev, inspiriert unter anderem von Neuer Musik und basierend auf dem Vokabular des Bebop, neuartige Klangwelten und Rhythmen erforscht.

Die Saxophonistin und Klarinettistin Christina Fuchs (Köln), Trompeter Pascal Klewer (Köln) und Gitarrist Matthias Ockert (Karlsruhe) sind die Finalisten des zum vierten Mal ausgelobten Komponistenpreises. Beim Kuratorenkonzert am 13. März werden die Wettbewerbskompositionen von der von IG-Jazz-Mitglied Matthias Dörsam zusammengestellten Band zur Eröffnung präsentiert und das Publikum wird direkt danach über die Gewinnerkomposition abstimmen. Der Komponistenpreis ist mit 2.000 Euro dotiert. Höhepunkt des ersten Abends ist der das Konzert von Frank Möbus' Band Der Rote Bereich, die der Saxophonist Christian Weidner und der Schlagzeuger Oliver Steidle komplettieren. 

Während viele Festivals sich zu einer Frauenquote verpflichtet haben, ist Christina Fuchs die einzige Frau im diesjährigen Wettbewerb. Da das Auswahlverfahren anonymisiert sein, sei es allerdings unmöglich, beim Neuen Deutschen Jazzpreis eine solche Quote zu garantieren, erläuterte Uli Holz, Vorsitzender der IG Jazz. Unter den Bewerbern - rund 160 Beiträge waren für den Bandwettbewerb eingereicht worden - seien etwa  20 Prozent Frauen - die entspreche dem aktuellen Frauenanteil in der Jazzszene.

Autor:

Christian Gaier aus Mannheim

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