Stadt zieht ins Palatineo: Nach Verhandlungen beginnen endlich die Arbeiten
- Die Verwaltung sprach bereits im Herbst 2024 von sechs Etagen, die Verwaltungssitz werden sollen.
- Foto: Architekturbüro Max Dudler
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Ludwigshafen. Der Berliner Platz erlebt in den nächsten Jahren eine Aufwertung: Der Stadtrat hat am Montag, 22. Juni, beschlossen, dass die Stadtverwaltung Büroräume im geplanten Geschäfts- und Bürokomplex „Palatineo“ anmietet. Ziel ist es, wichtige Bürgerservices in der Innenstadt räumlich zusammenzufassen.
"Hinter uns liegen harte Verhandlungen über die Mieten. Denn es geht um drei Dinge: den verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern, die sinnvolle und kundenorientierte Weiterentwicklung unserer Stadtverwaltung sowie eine lang ersehnte positive Entwicklung unserer Innenstadt", sagte OB Blettner in der Stadtratssitzung. Man habe in den vergangenen Monaten mit dem Investor einen Vertrag ausgehandelt, der es diesem erlaubt, im Herbst mit dem Bau des "Palatineo" zu beginnen. "Dadurch wird eine städtebauliche Wunde, die viele Ludwigshafenerinnen und Ludwigshafener schmerzt, endlich geheilt. Mein Dank gilt den Stadträtinnen und Stadträten, die uns das Mandat zu harten Verhandlungen gegeben und mit ihrem heutigen Beschluss den Weg freigemacht haben", so der OB.
Nach Angaben der Stadtverwaltung will Ludwigshafen damit mehrere bislang über die Stadt verteilte Standorte zusammenführen. Die Verwaltung erwartet damit kürzere Wege. Das schont Ressourcen durch weniger Reibungsverluste. Außerdem sollen moderne Gebäude Sicherheit und Arbeitsbedingungen verbessern.
Im Palatineo sollen vor Ort wichtige Bürgerservices bereitstehen, um Bürger schneller und direkter Fragen zu beantworten und bei Anliegen zu helfen.
Umzug in zwei Schritten: erst Ludwigstürme, dann Palatineo
Dier Umzug der Verwaltungsstandorte läuft laut Stadt in zwei Etappen. Im Spätjahr 2027 ziehen viele Bereiche des Bau- und Umweltdezernats von Alexander Thewalt sowie des Dezernats für Bildung, Kinder, Jugend, Familie und Sport von Lars Pletscher in die Ludwigstürme. Dort soll künftig auch der Bereich Straßenverkehr sitzen. Die Entscheidung zur Anmietung der Ludwigstürme traf der Bau- und Grundstücksausschuss bereits im Herbst 2024, die genaue Belegung konkretisierte die Stadt erst im Nachgang.
Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner und Bürgermeister Andreas Schwarz sollen mit dem Großteil ihrer Bereiche in der Innenstadt bleiben und nach Fertigstellung ins „Palatineo“ ziehen. Dort plant die Stadt neben zentralen Bürgerservices auch das Standesamt mit Trausaal. "Wir haben uns in der Verwaltung genau angeschaut, welche Dienststellen sinnvollerweise wo am besten ihren Sitz haben sollten – mit Blick auf Kundenwünsche und die Gesamtorganisation", so der OB.
Nach Angaben der Stadt gibt die Verwaltung alte Standorte wie Jaegerstraße, Faktorhaus, die Bismarckstraße oder die ehemalige Kreissparkasse auf. Die Stadt verbindet mit dem Projekt auch eine Aufwertung des Berliner Platzes und eine Belebung der Fußgängerzone durch mehr Arbeitsplätze in der Innenstadt.
Die südliche Innenstadt soll laut Stadt Ludwigshafen gewinnen. durch das Palatineo und das neue Polizeipräsidium sowie die neue Verkehrsinfrastruktur. "Wenn viele Menschen hier arbeiten, bringt das Leben in die Fußgängerzone, was wiederum Handel und Gastronomie zugutekommt. Räume oder Ecken, die im Moment noch als wenig einladend empfunden werden, verschwinden. Parallel dazu wollen wir weitere Maßnahmen zur Aufwertung und auch Begrünung dieses Bereichs Schritt für Schritt in Angriff nehmen", betont der OB. jg
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |