Weißwurstfrühstück im Riesenrad und Bilanz zum Pfalzfest – Bildergalerie
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Ludwigshafen. Das Weißwurstfrühstück genossen am Sonntagvormittag 100 glückliche Gewinner im Riesenrad. Die Bilanz zum sonst mit besucherstärksten Volksfest in der Pfalz mittelmäßig: Durch Hitze und Fußball-WM sind die großen Besucherströme dieses Jahr ausgeblieben.
2025 hatten die Göbels nur 70 Teilnehmer des Wochenblatt-Gewinnspiels glücklich gemacht. Dieses Jahr verloste das Wochenblatt mehr Freitickets für die rund 50-minütige Fahrt. Mit hundert Gästen bliebt kaum eine Gondel frei. Bei Weißwurst, Bier oder alkoholfreien Getränken freuten sich die Gäste über die ausgelassene Stimmung und die lustige Abwechslung. Die Idee, das Riesenrad mit dem traditionellen Weißwurstfrühstück zu bespielen, ist nichts Neues. Seit Jahren genießen Gewinner das exklusive Event.
Familie Göbel, Marktleiter Christian Diehl und die Betriebsleiterin servierten Speisen und Getränke in die Gondeln. Bei der Ausgabe der bayerischen Spezialitäten halfen auch drei weitere Geschäftsleute. Die Gondeln mussten schnell bedient werden, damit mehr Zeit bleibt für die Genussfahrt.
Schausteller und Gastronomen ziehen gleich weiter
Auch Gastronomin Jessica Schmitz half bei der Ausgabe. Sie steht dieses Jahr mit einem Slush-Stand auf dem Platz. In der Vergangenheit tourte sie schon mit vielen anderen Fahrgeschäften und Gastro-Ständen durch ganz Deutschland. „Ich kenne alle Regionen Deutschlands, die Region Kirchturm, wie man einen Landstrich in NRW im Jargon der Branche nennt, mag ich am liebsten“, sagte sie. Schmitz kommt aus einer Schaustellerfamilie, schon der Großvater betrieb ein Fahrgeschäft mit dem Namen Rakete zum Mond, das die Familie mittlerweile veräußert hat. Die Familie stellt sich flexibel auf die Bedarfe auf Festen ein, um die Nachfrage zu bedienen. Wenn gerade ein Mandelstand auf einem Weihnachtsmarkt gebraucht wird, organisiert sie dank ihrer langjährigen Kontakte einen Stand und reist damit an. Tanten, Onkel, Geschwister touren von Fest zu Fest, auch ihre Kinder sind schon eingestiegen in die Branche. Als „Kölner Mädsche“ ist die Rheinmetropole in NRW feste Heimat.
Das Beste an der Branche sei, dass man so viel herumkomme. „Ich sehe immer neue Städte und Landstriche. In Ludwigshafen war ich geflasht vom Ebertpark und seiner Architektur, den schönen Brunnen, in Bad Homburg zieht mich das Laternenfest jedes Jahr erneut in seinen Bann. Außerdem ist es schön, ansteckende Lebensfreude zu verbreiten, in fröhliche Kinderaugen zu schauen. Unser Job ist es, andere glücklich zu machen.“ Schon ihre Ahnen waren Reisende, die einen Zirkus hatten. Irgendwann, wenn sie Zeit hat, will sie Ahnenforschung betreiben.
Viele Schausteller und Gastronomen fahren in den kommenden Tagen direkt weiter. Der Betreiber von Break Dance bereitete schon am Morgen vor dem letzten Tag seine Abreise vor.
Bilanz zum Volksfest
Durch Hitze und Fußball-WM ist die hohe Frequenz ausgeblieben. Tageweise war die Frequenz mittelmäßig bis zufriedenstellend. „Fußball-WM und Hitze sind die größten Killer eines Volksfests, wir haben nicht 30 Grad, sondern 36“, sagte Göbel. „Die Leute waren gestern am See oder blieben ganz zu Hause, um erst am Abend rauszugehen“, sagte seine Frau. „Das Pfalzfest 2026 verlief dennoch erfolgreich. Die Stimmung war gut, das Feedback aus dem Publikum überwiegend positiv. Darauf wollen wir im kommenden Jahr aufbauen." Besonders der Mix aus musikalischen Live-Acts, kulinarischen Angeboten und familienfreundlichen Attraktionen kam beim Publikum gut an. Rabatttage machten das Pfalzfest für jeden erschwinglich.
Im nächsten Jahr will er zudem einiges neu und anders machen: weniger Jugendfahrgeschäfte, eventuell die Pflanzenkübel neu aufstellen, neue Müllbehälter. Zum Weihnachtsmarkt, den Göbel Worms veranstaltet, wird es eine Überraschung geben, den Adventskalender. Was sich dahinter verbirgt, ist allerdings noch ein Geheimnis. jg
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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