Rudolf-Scharpf-Galerie zeigt Einzelausstellung zu Hans Reffert
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Ludwigshafen. In der Rudolf-Scharpf-Galerie startet am Freitag, 19. Juni, um 18 Uhr eine Ausstellung, die Hans Reffert von einer weniger bekannten Seite zeigt. Unter dem Titel Hans Reffert Malerei und Zeichnung rückt das Wilhelm-Hack-Museum sein zeichnerisches und malerisches Werk in den Mittelpunkt.
Die Einzelausstellung läuft vom 20. Juni bis zum 6. September in der Rudolf-Scharpf-Galerie in der Hemshofstraße 54. Anlass ist der 10. Todestag des Künstlers, der vielen vor allem als Musiker bekannt ist.
Über 70 Arbeiten aus rund 50 Schaffensjahren
Die Rudolf-Scharpf-Galerie zeigt nach Angaben des Wilhelm-Hack-Museums über siebzig Arbeiten privater Leihgeber aus der Region. Sie stammen aus rund fünfzig Schaffensjahren und sollen Einblicke in Entwicklungslinien und die technische Vielschichtigkeit des Künstlers geben.
Kompositorisch ordnet die Ausstellung vier thematisch homogene Werkreihen an. Ein Schwerpunkt liegt auf Bildwelten rund um Träume, Unterbewusstes und Surreales. Dazu gehören großformatige, farbintensive Acrylmalereien ebenso wie Skizzen, Zeichnungen und Grafiken, die zwischen Science-Fiction, Comic und Abstraktion angesiedelt sind.
Außerdem nimmt die Ausstellung das Spätwerk Traum-Archiv in den Blick, das aus rund einhundert Zeichnungen besteht und Arbeiten aus den Jahren 1999 bis 2009 umfasst. Eine weitere Werkreihe dreht sich um Pinocchio als literarische Figur und Alter Ego des Künstlers.
Auch Refferts Passion für Musik taucht in der Schau auf, unter anderem mit Porträts von Eddy Cochran, Sonny Rollins, Jimmy Hendrix und Tracy Chapman. Zusätzlich zeigt die Galerie Einblicke in das Adolf-Wölfli-Projekt von ewo 2, an dem Reffert als Musiker und Illustrator mitwirkte.
Wie die Stadtverwaltung Ludwigshafen mitteilt, gehören auch für die Ausstellung zusammengetragene Alltagszeichnungen dazu. Reffert hielt demnach flüchtige Illustrationen auf Kellnerblöcken, Papiertaschentüchern und Briefumschlägen fest. red
- Hans Reffert, ohne Titel (aus der Mappe Out of Space and Time), Sammlung Isis Ksiensik, Foto: © Martin Hartmann
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Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |