Polizei reduziert Präsenz an Karolina-Burger Realschule Ludwigshafen
- So wie hier bei einem Großeinsatz 2025 soll es nach Willen der Behörden an der Schule keinesfalls mehr zugehen. (Archivbild)
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Ludwigshafen. Nach mehreren Vorfällen und monatelanger Polizeipräsenz entspannt sich die Lage an der Karolina-Burger-Realschule plus. Die Polizei will ihre tägliche Präsenz auf dem Schulgelände nun reduzieren, bleibt aber weiterhin sichtbar im Umfeld.
Seit Ende Januar waren Einsatzkräfte täglich an der Schule in der zweitgrößten Stadt von Rheinland-Pfalz präsent. Hintergrund waren mehrere Zwischenfälle, darunter Reizgasattacken. Nach Einschätzung des Bildungsministeriums haben die Maßnahmen Wirkung gezeigt.
Die Polizei soll deshalb künftig nicht mehr dauerhaft vor Ort sein. Stattdessen sind weiterhin Kontrollen ohne konkreten Anlass geplant. Diese sollen in unregelmäßigen Abständen auf dem Schulgelände und in der Umgebung stattfinden. Ziel ist es, für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte weiterhin sichtbar und ansprechbar zu bleiben.
Nach Angaben des Ministeriums hat die Schule zudem ein erweitertes Aufsichtskonzept entwickelt. Damit soll der Schulalltag auch mit weniger Polizeipräsenz stabil bleiben.
Mehrere Vorfälle sorgten für Aufmerksamkeit
Die Realschule war in den vergangenen Monaten wiederholt in den Schlagzeilen. Im Januar wurde an drei aufeinanderfolgenden Tagen Reizgas versprüht. Bereits im Oktober kam es zu einem größeren Polizeieinsatz auf dem Gelände.
Ein weiterer schwerer Vorfall liegt noch länger zurück. Im Mai 2025 soll eine Schülerin eine Lehrerin mit einem Messer attackiert haben.
Zusätzlich beschäftigen die Behörden derzeit drei Dienstaufsichtsbeschwerden gegen den Schulleiter. Das geht aus einer Antwort von Bildungsminister Sven Teuber auf eine Kleine Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Jennifer Groß hervor. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion teilte mit, dass die Verfahren noch laufen. dpa/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |