MINT-Strategie
Junge MINT-Talente werden Multi-Krise von morgen lösen
- Sven Teuber, Minister für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz, und Dr. Katja Scharpwinkel, Vorstandsmitglied der BASF SE und Standortleiterin Ludwigshafen, im Austausch mit Schülerinnen und Schüler der Brüder-Grimm-Grundschule Ludwigshafen.
- Foto: BASF/Andreas Henn
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Ludwigshafen. Bildungsministerium und BASF arbeiten eng zusammen, um Schüler*innen für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, die sogenannten MINT-Fächer, zu begeistern.
In der Brüder-Grimm-Grundschule haben Bildungsminister Sven Teuber und Katja Scharpwinkel, BASF-Vorständin, einen Vertrag unterzeichnet, der auf MINT-Bildung im Land setzt. Er zielt darauf, junge Menschen bereits während der Schulzeit für naturwissenschaftliche Themen zu begeistern. Gleichzeitig sollen sie sich in Ludwigshafen und der Region praxisnah für einen MINT-Beruf orientieren können.
Der Vertrag klopft die Umsetzung der MINT-Strategie für weitere 3 Jahre fest, aufbauend auf Verträgen von 2018 und 2022. Er sieht vor, dass BASF, Bildungsministerium und Unternehmen in Ludwigshafen und Umland noch intensiver zusammenarbeiten. Dafür steht mit MINT-Hub ein Netzwerk bereit, das in der Region gezielt mit Bildungsangeboten unterstützt. So entsteht beispielsweise ein Lern- und Experimentierraum mit neuesten Bildungsformaten. Dazu gehört auch ein wanderndes Gen-Labor für weiterführende Schulen, um zukunftsweisende Kompetenzen zu vermitteln.
„Mit den MINT-Fächern bereiten wir unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Welt von morgen vor. Sie sind spannend und voller Chancen, auch wenn sich ihre Faszination nicht jedem sofort erschließt oder es gerade bei Mädchen Angst gibt, sie nicht so gut zu verstehen. Deshalb ist es wichtig, sie gemeinsam und spielerisch zu entdecken und alle Kinder darin zu stärken“, erklärt Sven Teuber.
Pilotprojekte vermitteln früh Kompetenzen
Die Themen sollen künftig auch besser an Ganztagsschulen abgebildet werden, die ab 2026 gestaffelt ausgebaut werden. Der Chemiekonzern hat eigene Konzepte geschaffen: Die Forscher-AG schafft einen kindgerechten Zugang zum naturwissenschaftlichen Arbeiten. Kinder erforschen etwa, was in Knete „drinsteckt“, um das Produkt selbst herzustellen.
„Mit all diesen Projekten legen wir schon früh den Grundstein für ein langfristiges Interesse an naturwissenschaftlichen Fragen, physikalischen Phänomenen oder auch technischen Problemlösungen“, sagt Katja Scharpwinkel. Denn die MINT-Disziplinen seien die Grundlage für Innovationen und technischen Fortschritt.
Neuer Teil der Vereinbarung ist das Wissensfabrik-Projekt „NaWi – geht das? – Naturwissenschaften entdecken“ an 300 Schulen und Kitas im Land. Dabei führen Kinder spielerisch Experimente zu Naturphänomenen durch, die ihnen Tag für Tag im Alltag begegnen. Das Wissensfabrik-Projekt „City4Future – Entwickle deine klimafreundliche Stadt der Zukunft!“ ist weiterhin Teil der Zusammenarbeit.
BASF stellt außerdem zwei mobile Gen-Labore sowie zwei Mini-Labore kostenlos zur Ausleihe bereit. Damit können Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 13 einen praxisnahen Zugang zu biotechnologischem Wissen erhalten, das dem Stand der Forschung entspricht. Die Labortechnik ist dieselbe wie in modernsten Forschungseinrichtungen.
Teuber und Scharpwinkel konnten an der Brüder-Grimm-Grundschule die MINT-Angebote kennenlernen, die von BASF gefördert werden. Im Pilotprojekt werden darüber hinaus auch Angebote in den Bereichen Bewegung, Kreativität, Musik und Sprache gefördert. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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