Spendenkampagne für Kinderklinik und Palliativstation startet
Das St. Marienkrankenhaus will wachsen!

 Die Chefärzte Priv.-Doz. Dr. med. Ulrich Merz und Prof. Dr. med. Jörg Hoffmann freuen sich, dass die Spendenaktion startet.
  • Die Chefärzte Priv.-Doz. Dr. med. Ulrich Merz und Prof. Dr. med. Jörg Hoffmann freuen sich, dass die Spendenaktion startet.
  • Foto: Katja Hein
  • hochgeladen von Wochenblatt Redaktion

Ludwigshafen. Mit einem Bauvolumen von etwa 55 Millionen Euro entsteht aktuell bis 2022 das Bauteil „G“ am St. Marienkrankenhaus – ein Gebäude in drei Ebenen. Darin sollen, neben neuen modernen OPs, unter anderem die neue Palliativstation und die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin unterkommen. Patientenwohl, Patientensicherheit und moderne Abläufe stehen im Fokus.

Eine angstfreie Umgebung schaffen

„Für unheilbar Kranke möchten wir mit Einzelzimmern eine Wohlfühlatmosphäre schaffen und Kindern und Eltern eine angstfreie Umgebung bieten. Dass alles bedeutet für uns eine enorme, auch finanzielle Kraftanstrengung, die wir nicht alleine schultern können. Auch wenn das Land Rheinland-Pfalz den größten Teil der Kosten übernimmt und wir nicht unerhebliche Eigenmittel einsetzen, sind wir auf finanzielle Unterstützung von Privatpersonen und Unternehmen angewiesen“, berichtet Marcus Wiechmann, Geschäftsführer der St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH (Träger der Klinik), im Rahmen eines Pressegesprächs. „Es fehlen vor allem für die Kinderklinik und die Palliativstation rund zwei Millionen Euro. Und die wollen/müssen wir nun über Spenden einwerben. Deshalb starten wir heute unsere Spendenkampagne unter dem Motto: Das St. Marien will wachsen!“, führt er weiter aus.

55 Millionen Euro wird der Neubau voraussichtlich kosten. Drei Viertel des Etats, rund 40 Millionen Euro, übernimmt das Land Rheinland-Pfalz. Das St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus muss als Eigenanteil 15 Millionen Euro beisteuern. „In der heutigen Landschaft im Gesundheitswesen ist es wichtig, gerade auch in Bereiche zu investieren, die nicht ohne weiteres kostendeckend aber vor allem wichtig für die umfassende Versorgung der Bürger sind, wie in unserem Falle die Kinder- und Jugendmedizin und die Palliativmedizin. Nur so können wir ein angemessenes Leistungsangebot auf hohem Niveau anbieten. Durch unsere Rücklagen und eine solide Geschäftspolitik haben wir 13 Millionen Euro des Eigenanteils finanziert“, so Wiechmann.

Spendenaktion für das Wohl der Patienten

Bereits in der Vergangenheit wurden Projekte in verschiedenen Bereichen von der Bevölkerung und Firmen aus der Region großzügig unterstützt, ergänzt Rita Schwahn dankbar. Die ehemalige Leiterin Pflegemanagement ist die neue Fundraisingbeauftragte des Krankenhauses und Ansprechpartnerin für Spenderinnen und Spender. Die Finanzierung für Bau und Basisausstattung sei gesichert, die fehlenden Gelder werden zum Wohl von kleinen und großen Patienten zur speziellen Ausgestaltung und Einrichtung der einzelnen Stationen benötigt.

Der Bedarf reicht hier vom verständlichen Wegeleitsystem für eine gute Orientierung im gesamten Neubau über spezielle Räume auf der Palliativstation – wie dem Ort der Stille oder dem Aufenthaltsraum für Patienten und ihre Angehörigen – bis hin zu besonderer Klima- und Lichttechnik, zum Spielzimmer, zu Schulungsräumen für Kinder mit Diabetes und ihre Familien, zu einer kindgerechten Gestaltung der Patientenzimmer inklusive der Schlafgelegenheiten für Eltern in der Kinderklinik.

„Häufiger wird es bei der Finanzierung der Innenausstattung knapper, was gerade für Kinder aber auch für Palliativpatienten schade ist, da man nur dann das absolut Notwendige machen kann. Um hier ein besseres Ausstattungsniveau realisieren zu können ist zusätzliche finanzielle Unterstützung sehr wichtig“, schildert der Geschäftsführer.

Für Kinder und ihre Familien bedeutet der Krankenhausaufenthalt oft große Aufregung und viele Sorgen. Hier soll im Neubau alles dafür getan werden, dass sie sich trotz dieser Ausnahmesituation geborgen und in guten Händen fühlen. „Kranke Babys, Kinder und Jugendliche brauchen zum Gesundwerden neben optimaler medizinischer Versorgung und Pflege vor allem eines: sehr viel Zuwendung und die Nähe ihrer Eltern. Mit der neuen Klinik können wir ihnen das noch besser ermöglichen. Ich freue mich auch, dass wir in unserem Kinderzentrum für chronische Erkrankungen Kindern mit Diabetes mellitus oder Anfallsleiden zukünftig noch bessere Bedingungen bieten können“, betont Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Ulrich Merz. Er und sein Team betreuen im Jahr rund 18.000 kranke Neugeborene, Kinder und Jugendliche.

Palliativpatienten haben andere Bedürfnisse. „Die Krankheitssituation unserer Patientinnen und Patienten ist eine große Herausforderung für alle. Ein eigenes Zimmer, in dem sie ungestört sein können, ist deshalb enorm wichtig. Besonders für die Gespräche, die sie mit uns oder mit ihren Angehörigen führen wollen. Die neue Palliativstation macht genau das möglich“, berichtet Prof. Dr. med. Jörg Hoffmann, Chefarzt der Medizinischen Klinik I. Rund 400 unheilbar Erkrankte werden auf der Palliativstation im St. Marienkrankenhaus im Jahr begleitet, die zu seiner Abteilung gehört. Und er hat noch ein weiteres wichtiges Anliegen: „In immer wärmer werdenden Sommern wird es immer unerträglicher für unsere totkranken Patienten in ungekühlten Zimmern zu liegen, jegliche Art von Kühlung ist aber von der Förderung durch Landesmittel ausgenommen. Daher hoffen wir inständig, dass Spender mit ihrer Unterstützung die Deckenkühlung ermöglichen und damit den Weg dieser Schwerstkranken etwas erleichtern“, ist ihm wichtig.

Patienten bestmöglich versorgen

Die Spendenkampagne hat auch ein Maskottchen – die kleine Ameise MarieAnna. Sie ist bereits fleißig und sucht gemeinsam mit dem Team im St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus weitere Unterstützerinnen und Unterstützer aus Ludwigshafen und der Region. Der Neubau wächst jeden Tag ein Stück. Bald ist der Rohbau fertig und der Innenausbau kann beginnen. Kleine wie große Spenden können dabei helfen, kleine und große Patienten bestmöglich zu versorgen. ps/bas

Spendenkonto:
St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH
(Rechtsträger des Krankenhauses)
Sparkasse Vorderpfalz
IBAN DE27 5455 0010 0193 7378 14
BIC LUHSDE6AXXX

Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen

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