BriMel unterwegs
7. Oggersheimer Oldtimertag lockt viele Automobilenthusiasten an

Stolzer Goggomobil-Besitzer Jürgen Reiche
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Ludwigshafen. Am 15. Juni versammelten sich etliche Besitzer von Oldtimern mit ihren glänzenden „Edelrossen“ rund um den Schillerplatz, in der Schillerstraße und im Hof der Privatbrauerei Gebrüder Mayer. Dank hervorragendem Wetter kamen die Liebhaber dieser schicken Karossen dann auch in Scharen. Auf dem Schillerplatz gab es genug zu essen und zu trinken, falls man müde vom Bummeln war. Auf der Bühne unterhielt die Band „Musik-Mix“ mit flotter Musik und zwischen den aufgestellten Verkehrswacht-Hütchen gaben die Kleinen in ihren Bobbycars Gas. Im Laufe des Tages bestand auch die Möglichkeit mit der historischen Straßenbahn „1122“ der Rhein-Haardt-Bahn ab dem Hans-Warsch-Platz zu fahren.

Auf meinem Weg blieb ich bei etlichen auf Hochglanz polierten Fahrzeugen stehen: Pontiac, Lincoln Continental Mark, dem kleinen Fiat 500 L, einer schnittigen Corvette, Porsche, Ford Consul Capri, Chevrolet Nova SS, Minor 1000, einem roten Cabrio Ford A, mehreren VW-Typen und an diversen Unimog-Fahrzeugen. Am knallroten Goggomobil von Glas TS 250 Coupé, Baujahr 1965, unterhielt ich mich mit dem netten 48-jährigen Aussteller Jürgen Reiche aus Heuchelheim bei Frankenthal. Er erzählte, dass er außer diesem Kleinwagen auch noch einen alten Fiat 900 T besitzt. Das sei ein Neunsitzer, den er vor ein paar Jahren in der Schweiz entdeckt hat. Der Wagen hat frischen TÜV und eine VeloSolex, das ist ein Fahrrad mit Hilfsmotor. Mit all diesen Fahrzeugen fährt er nur privat spazieren und im Goggomobil mit dabei der damals hippe Wackeldackel. Es war eh interessant zu sehen, was da so alles auf der Ablagefläche Platz fand. In einem britischen Wagen winkte die Plastikqueen, in einem anderen saß der Plüschleopard. Die Innenausstattung der Oldtimer bestand aus wenig Schnickschnack im Vergleich zum heutigen voll elektronischen Cockpit. An den beiden britischen Straßenflitzern Morgan +8 und Minor vorbei kam ich zu einem flaschengrünen, zigarrenförmigen Lotus. Den nennt das Ehepaar Thyssen aus Ludwigshafen sein Eigen. Der Wagen hat sogar beim offenen Jim-Clark-Gedächtnisrennen in Hockenheim teilgenommen. Bei Bedarf kann man das Verdeck zumachen, aber viel schöner ist es, mit diesem herrlichen Auto offen durch die Pfalz zu fahren.

Bei dem türkisfarbenen Messerschmitt-Kabinenroller kann man seitlich das Dach wegklappen zum Öffnen. In der Nähe steht dann das absolute Gegenteil davon, nämlich ein dunkelblauer Jaguar XK 150, Baujahr 1950, der privat von Norbert Steinbach genutzt und mit ganz viel Liebe gepflegt wird. Gegenüber steht ein Renault Alpine A 310, Baujahr 1983, und frisch eingefahren kam eine caprigrüne BMW-Isetta 250; hier geht die Öffnung nach vorne auf. Ich bewundere weiter einen türkisfarbenen NSU Prinz, Ford A Roadster, Baujahr 1931, einen Borgward, Citroen, den langen türkisfarbenen „Schlitten“ Ford Mustang und den gelben Peugeot 203 c, Baujahr 55. Alle Aufmerksamkeit auf sich zog der gelbe Rennwagen mit Aufdruck „Rally New Zealand“, mit dem die Deutschen Rennfahrer Christian Geistdörfer und Walter Röhrl gefahren sind. Im Oldtimer-Bully kann man gratis Fotos von sich machen lassen, wenn man mag mit Verkleidung. Der VW-Bus kann genau wie die mobile Oldstyle-Fotobox für besondere Events gemietet werden.

Die Aufmerksamkeit erregt ein DeLorean DMC12, modellgleicher Typ aus dem Film „Zurück in die Zukunft“. Auf dem top gepflegten Lanz-Bulldogg macht es sich das frisch vermählte Pärchen Gruber bequem, die mit dem ebenfalls ausgestellten und mit Blumen geschmückten Unimog zur Hochzeit gefahren sind. Der Triumph TR6 aus Großbritannien besticht mit seinem Holzarmaturenbrett. Die Motorhaube des Daimler Benz LAK 4500, Bj. 53, ist in Flügelform aufstellbar. Stolzer Besitzer ist Roger Scherer, der das riesige Fahrzeug von seinem Vater übernommen hat. Man sollte sich wirklich diese ausgestellten Fahrzeuge von innen anschauen, wo alles noch sozusagen in Handwerkskunst mit Leder und Holz verarbeitet wurde, kein Kunststoff wie heute.

Zum Abschluss treffe ich noch den Mitorganisator Bernhard Werst als Vorsitzenden des Einzelhandelsausschusses im Gewerbeverein als er gerade an dem Oldtimerbus Bel Ami vorbei kommt. Es handelt sich hierbei um einen total gemütlich ausgestatteten Eventbus, der für viele Gelegenheiten gebucht werden kann, sogar für den Sommer mit Klimaanlage. (mel)

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