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Vernissage „Verano Verano Verano“ von Alejandra Atarés
- Alejandra Atarés und Werner Lauth
- Foto: Brigitte Melder
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Ludwigshafen. Zu einer farbenfrohen Vernissage lud die Galerie Lauth in der Mundenheimer Straße 252 am 15. Oktober ein; sie wird noch für jedermann bis 07. November zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen sein (Mo-Fr 9-13 und 14-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr).
Die Künstlerin Alejandra Atarés erschafft in ihren leuchtenden Öl- und Acrylgemälden eine faszinierende Welt zwischen Natur und Fantasie. Üppige Gärten und exotische Landschaften mit floralen Motiven verbinden sich durch ornamentale Strukturen zu farbintensiven, atmosphärischen Kompositionen. Ihre Malerei entfaltet eine sinnliche Bildsprache, die von der Vielfalt der Natur und der Kraft der Farben geprägt ist.
Die Künstlerin ist keine Unbekannte in der Galerie Lauth und hatte das letzte Mal im Dezember 2022 dort ausgestellt. Entsprechend herzlich fielen auch die vielen Umarmungen aus. Zur Begrüßung gab es Sekt oder Wasser mit frischen Brezeln. Im Vergleich zur Ausstellung 2022 mit nur sechs großformatigen Gemälden war heute die dreifache Menge zu bestaunen.
Galerist Werner Lauth ließ das Publikum in seiner Begrüßungsrede wissen, dass er und die Künstlerin bereits seit 10 Jahren zusammenarbeiten und wie sie sich kennengelernt hatten. 2014 im Internet und 2025 in Barcelona dann live bei einer Kunstausstellung. Die Chemie stimmte und die Kunst gefiel. 2016 und 2023 stellte sie ihre Gemälde auf der ART in Karlsruhe am Stand der Galerie Lauth aus und im Oktober 2026 war sie dann in der Galerie Lauth bei einer großen Gruppenausstellung „Smiling like a yellow spot“ mit drei Künstlern zusammen. Alejandra Atarés wurde 1987 in Spanien geboren und lebt und arbeitet heute in Berlin. Sie studierte Bildende Kunst an der Universität Barcelona und setzte ihre Ausbildung an der University of the West of England in Bristol sowie am Massachusetts College of Art and Design in Boston fort. In den vergangenen zehn Jahren hat sie ihre Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen international präsentiert und war unter anderem auf bedeutenden Kunstmessen wie der ESTAMPA in Madrid, der Art Miami und der Pinta Art Fair in Peru vertreten. Ihre Werke befinden sich heute in privaten Sammlungen in Europa, den USA und darüber hinaus.
In ihrer Malerei verbindet Alejandra Atarés Bebachtungen der Wirklichkeit mit Erinnerung, Fantasie und persönlichen Erfahrungen. Ihre Bilder führen uns in üppige Gärten, zu spiegelnden Wasserflächen und in farbenprächtige Blumenwelten. Es sind Landschaften, die uns vertraut erscheinen und uns zugleich in eine beinahe traumhafte, unwirkliche Welt entführen. Besonders in den vergangenen vier Jahren hat sich die Künstlerin intensiv mit der traditionellen Landschaftsmalerei und dem Blumenstillleben auseinandergesetzt. Dabei geht es ihr nicht darum, die Natur möglichst wirklichkeitsgetreu abzubilden. Vielmehr entwickelt sie eigene Bildwelten, die aus unterschiedlichen visuellen Eindrücken entstehen – aus Fotografien, Bildern aus dem Internet, Erinnerungen und ästhetischen Erfahrungen. Die Natur wird dabei neu interpretiert und zu einer künstlich geschaffenen, beinahe idealisierten Wirklichkeit. Die Künstlerin selbst bezeichnet solche Arbeiten als „Simulakren, also eine künstliche Nachbildung der Natur“ oder „fiktive Landschaften“. Sie hat sich eine besondere Technik angeeignet. Sie kombiniert klassische Ölfarbe mit Sprühfarbe, wie man sie vor allem aus der Street Art kennt. Die Verbindung dieser beiden Verfahren erzeugt eine reizvolle Spannung: Hier die lange Tradition der Malerei, dort die Unmittelbarkeit und Geschwindigkeit eines modernen, urbanen Ausdrucksmittels. Ihre leuchtenden, oft stark gesättigten Farben und die vielschichtigen Oberflächen verleihen den Bildern eine besondere Intensität. So entstehen Bildräume, in denen es nicht allein um die Darstellung einer Landschaft geht, sondern ebenso um unsere innere Wahrnehmung. Der spanische Titel „Verano Verano Verano“ mag ein wenig irritieren, heißt aber auf Deutsch übersetzt Sommer und der steht für Licht, Wärme, üppige Farben und das Gefühl, die Zeit für einen Moment anhalten zu können.
Nach Werner Lauths Laudatio wurden der Künstlerin noch Blumen überreicht und angeregte Gespräche mit den Gästen geführt. Die Titel der Gemälde explodierten förmlich vor Farbe: Small yellow, rosé und blue Flowers, Flores de Menta, Sevillana, Still life green flowers I und II, Variado de Flores Comestible, Brownie, Red fruits, Bubblegum flowers, Lagoon with two red flowers, Blue night landscape, Jungle with a lagoon and an orange, Bodegón de Flores Rosas, Still life of orange flowers und Still life of orange flowers with blue, Still liefe of Brown flowers with grey, with green und with green Background.
Das zahlreiche kunstinteressierte Publikum bestand aus Gästen jeglichen Alters, die sich angeregt unterhielten und durchweg von den Gemälden begeistert waren. Jeder hatte schon einen Favoriten auserkoren. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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