Klinikum Ludwigshafen
Mit Künstlicher Intelligenz Vorhofflimmern optimal behandeln
- Dr. Thomas Kleemann
- Foto: Klinikum Ludwigshafen
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Ludwigshafen. Das Klinikum Ludwigshafen (KliLu) setzt ab sofort auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Behandlung von Vorhofflimmern. So lässt sich die Erkrankung auch im fortgeschrittenen Stadium gezielter behandeln und Patient*innen erhalten eine innovative und noch präzisere Therapieoption. Interessierte können sich am 18. Juni 2025 ab 16.00 Uhr über dieses neue Verfahren und andere Behandlungsmöglichkeiten direkt vor Ort im KliLu informieren.
Vorhofflimmern zählt zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen und kann unbehandelt zu Schlaganfällen und Herzschwäche führen. Besonders bei länger anhaltendem Vorhofflimmern, das über sieben Tage besteht, sind herkömmliche Verödungsverfahren mit der sogenannten Lungenvenenisolation häufig nur begrenzt möglich. Um die Behandlungsergebnisse in diesen Fällen zu verbessern, sind Verödungen weiterer Areale im linken Vorhof notwendig. „Bislang war es aber schwierig zu sagen, welche Stellen gezielt behandelt werden müssen“, erklärt PD. Dr. Thomas Kleemann, Leiter der Klinischen Rhythmologie des Klinikums Ludwigshafen und Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Interventionelle Rhythmologie (DGK) und Intensivmedizin.
KI ermöglicht individuelle und patientenspezifische Therapie
Hier bietet der Einsatz von Künstlicher Intelligenz einen entscheidenden Fortschritt: Während der Behandlung wird der Vorhof mittels eines sogenannten „Mappings“ elektrisch analysiert. Die dabei gewonnenen Daten wertet ein speziell entwickeltes KI-System in Echtzeit aus und identifiziert präzise die Bereiche im Herzen, welche für die Entstehung des Vorhofflimmerns verantwortlich sind. So zeigt der Computer exakt die Areale an, die dann gezielt verödet werden.
„Dieser gezielte Einsatz von KI ermöglicht es uns, das Vorhofflimmern individuell und patientenspezifisch zu behandeln“, erklärt PD Dr. Thomas Kleemann. Und weiter: „Gerade bei fortgeschrittenem Vorhofflimmern eröffnet das dort neue Chancen, wo konventionelle Strategien an ihre Grenzen stoßen.“
Infoveranstaltung erklärt KI-basierte Therapie
Über die Wirksamkeit dieser KI-basierten Methode, welche eine multizentrischen Tailored AF-Studie bestätigt hat, können sich Interessierte direkt vor Ort am Klinikum informieren. Am 18. Juni 2025 laden PD Dr. Thomas Kleemann und seine Kolleg*innen um 16.00 Uhr zu einer zweistündigen Infoveranstaltung in den Hörsaal (Haus A, 4. OG). Neben dem Thema KI finden dann auch Vorträge über „Neue Strategien bei Vorhofflimmern“, über „Vorteile und Risiken neuer Ablastionstechniken“ und über „Rhythmuschirurgie und chirurgische Therapien von Vorhofflimmern“ statt. „So können sich alle Interessierten ein Bild über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten machen und im anschließenden Get Together direkt mit uns in Kontakt treten“, gibt PD Dr. Kleemann einen Ausblick.
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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