BriMel unterwegs
Lauth präsentiert „There is always hope“ von Patrizia Casagranda
- Werner Lauth neben einem Gemälde von Patrizia Casagranda
- Foto: Brigitte Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Ludwigshafen. Zu einer neuen Gemäldeausstellung lud die Galerie Lauth in der Mundenheimer Straße 252 ein, die vom 13 April bis 23. Mai zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen sein wird (Mo-Fr 9-13 und 14-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr). Für immer frischen Wind in seiner Galerie sorgt der Inhaber Werner Lauth und gibt aktuell der Künstlerin Patrizia Casagranda einen schönen Raum-Rahmen für ihre Gemälde. Die Künstlerin wurde 1979 in Stuttgart geboren und lebt heute in Krefeld. Patrizia Casagranda ist erst seit 2016 als freischaffende Künstlerin tätig; seither aber mit großem Erfolg. Im Jahre 2002 schloss sie ihr Design-Studium an der FH Niederrhein mit Schwerpunkt Illustration mit Auszeichnung ab, danach besuchte sie Malakademien in Stuttgart, Ravensburg und Trier. Es sind anmutige, ungewöhnliche Frauenportraits aus scheinbar vergangenen Zeiten oder anderen Welten, obwohl Gesichter moderner junger Frauen erkennbar sind. Die Künstlerin schafft durch eine fast greifbare Materialität ausdrucksstarke Gemälde. Durch die Verbindung von Collage, Malerei, Graffiti, Schablonentechnik und Typografie wirken sie markant, reliefartig, rätselhaft, vertraut und doch fremd. Einen Teil des Jahres verbringt Patrizia Casagranda in Nordindien und verarbeitet ihre Erlebnisse eindrucksvoll in ihren Gemälden. Die Begegnung dort mit den Müllmädchen aus der indischen Schlangenkaste, die ihr Müllfunde überließen, die sie wiederum im Wortsinn als Grundlage ihrer Arbeiten verwendete. Die Idee eines Stücks „Wand an der Wand“ war geboren, die recycelten Materialien wie LKW-Planen, Jute-, Stoff-, Papier- oder Pappe-Teile werden mit „15 bis 20, manchmal auch mehr“ Schichten Malerei überlagert, die aus einer mit Pigmenten angereicherten Mörtel-Gips-Mischung besteht. Dabei bedient sich Casagranda der künstlerischen Bandbreite, die das Graffiti zu bieten hat. Schablonen, Raster, gesprühte und gemalte Bereiche finden sich neben- und übereinander in Kombination mit Typofragmenten, die sie unterschiedlichen Kontexten entnimmt.
Das Wort, Typografie allgemein, ihre Struktur und Farbigkeit, aber auch das Arbeiten in Konzepten, spielen in ihren Kunstwerken eine große Rolle – ein Umstand, den sie selbst auf ihre Erstprofession Designerin zurückführt: ‚Dass ich Spaß an Typografie habe, sieht man vor allem an den Hintergründen meiner Arbeiten.‘
Patrizia Casagranda hat während ihrer künstlerischen Laufbahn etliche Auszeichnungen und internationale Anerkennung erhalten. Hier ein paar davon:
• Lorenzo il Magnifico Award (Biennale Florence, 2021 und 2023)
• Awarded Artist (Biennale d’Arte di Roma)
• Spotlight Award (Art Expo New York)
• Golden Art Award (Ostenbiennale)
• La Biennale d’Arte di Venezia
Ein Auszug aus ihren Ausstellungen in 2026:
• Gallery Boma vom 1. Januar bis 30. Dezember, Place Belgath, Aahita, Mauritius
• Museum Palazzo del Capitano del Perdono vom 12. bis 19. April, Santa Maria degli Angeli (Assisi)
• La Biennale di Venezia vom 9. Mai bis 22. November, Tanzania Pavilion, International Artist
• MoMA The Museum of Modern Art New York am 19. Juni 2026, Presentation Atlante dell’Arte Selected Artworks contemporary artist (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.