BriMel unterwegs
Gaby Kiessling und die Chöre in der Konzertmuschel
- Gaby Kiessling und drei Chöre waren zu hören
- Foto: Brigitte Melder
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Ludwigshafen. Am 19. Juli gab es wieder ein musikalisches Event in der Konzertmuschel im Ebertpark, aber bereits um 15 Uhr bei herrlichem Wetter. So blieben etliche Leute bewusst oder unbewusst an der Konzertmuschel stehen und ließen sich überraschen. Es war ein Chorkonzert unter dem Titel „Chor und Klang im Park“ mit verschiedenen Chören: Seniorenchor der Stadt Ludwigshafen, MGV Liederkranz 1920 Biblis e.V. und GV Eintracht 1873 Einhausen e.V., zu denen sich als Solistinnen Hildegard Marx am Klavier und Gaby Kiessling an der Konzertzither gesellten. Die Gesamtleitung hatte Alexander Marx und die Moderation führte souverän der ehemalige Ortsvorsteher von Friesenheim Günther Henkel.
Eventmanager Andreas Ziegle vom Turmrestaurant begrüßte Punkt 15 Uhr das zahlreich erschienene Publikum zwischen Konzertgarten und Turmrestaurant in der sogenannten Orangerie. Er bedankte sich, dass das Turmrestaurant diese Konzerte hier ermöglicht. Applaus dafür und schon mal zum Üben für die Chorauftritte wie Andreas Ziegle schmunzelnd meinte. Auch die „Grillhütte“ habe heute geöffnet, weniger zum Grillen denn für Kaffee und Kuchen und sonstigen Getränken. Damit kündigte er den Moderator und Profi des Nachmittags Günther Hekel an. Ohne Alexander Marx würden die Chöre nicht so schön singen wie heute. Außerdem gebe es später einen besonderen Gast in der Konzertmuschel, nämlich Gaby Kiessling, die ebenfalls mit Applaus bedacht wurde. Dann musste Andreas Ziegle schnell von der Bühne zu seinem Mischpult, für das er heute die Oberhand hatte. Alle Chöre standen vereint auf der Bühne und sangen den Opener „Amazing grace“. Günther Henkel betrat die Bühne und bedankte sich mit einem Blick zum Himmel, dass es heute keine 40 Grad C heiß sei und man gemütlich im Schatten sitzen könne. Er bedankte sich bei Andreas Ziegle und seinem Team. Es habe schon andere Zeiten gegeben und deshalb sei es schön, dass es zwischen der Gastronomie und der Konzertmuschel so toll klappt. Man hat eine sehr interessante Kulturreihe auf den Weg gebracht. Von den Ludwigshafenern ein dickes Dankeschön für die Arbeit und ebenfalls ein Dankeschön an die Chöre. Alexander Marx sei auf der einen Seite Dompteur und auf der anderen Seite Einschmeichler. Im Chor gibt es keine Nebendarsteller, nur Hauptdarsteller. Er ging auf die Chöre im Einzelnen ein. Der MGV Liederkranz sei kein reiner Männergesangsverein, es seien auch Frauen dabei; es hat jeder die Möglichkeit mitzusingen. Ein Mann zum Beispiel hat es geschafft in eine reine Frauenrunde reinzukommen. Applaus für den Herrn im gelben T-Shirt! Der Seniorenchor Ludwigshafen sang ein „Loblied auf die Pfalz“, der MGV Liederkranz Biblis „Mach der mol paar scheene Stund“, Biblis und Einhausen performten „Heimweh“, passte ja auch, da sie ja nicht in Ludwigshafen zuhause sind. Der MGV Liederkranz sang „Warum bist du gekommen“, „One way Wind“ und „Die kleine Kneipe“, hierbei wurde der Chor durch das textsichere Publikum unterstützt durch mitsingen und schunkeln.
Gaby Kiessling war schon ein bissel aufgeregt, heute auf der riesigen Bühne auftreten zu dürfen, aber Profi wie sie ist, legte es sich sogleich bei den ersten Tönen auf ihrer Konzertzither. Aber zuvor gab sie noch Antworten im Interview mit Günther Henkel. Sie wurde schon öfter angefragt, ob sie nicht hier spielen würde und heute hat es endlich geklappt. Sie kommt ja gebürtig aus Ludwigshafen-Oppau. Sie hat verschiedenes ausprobiert, ist aber bei der Zither geblieben und hat versucht es weiterzugeben. Unter anderem war sie Lehrerin in der Musikschule in Haßloch. Viel herumgekommen ist sie in der Welt und war in Japan und beim Prager Winter in Prag und hat einen Sonderpreis bekommen. Liselotte von der Pfalz mit Barockmusik und ihrem historisches Kostüm kam zur Sprache. Sie lobte das Iggelheimer Kreativhaus h6 und konnte gar nicht mehr aufhören zu schwärmen. Günther Henkel betitelte es als Werbeblock für Iggelheim. „Lippen schweigen“ von Franz Lehar wolle sie spielen und von „Das weiße Rössl“ ein Potpourri „Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren“ mit den Worten „Vielleicht erinnern Sie sich wo Sie Ihr Herz verloren haben“ ans Publikum gerichtet, „Der dritte Mann“ und „Rote Rosen“ von Verdi aus dem Film „Der Clou“ hatte sie in ihrem ersten Set dabei.
Es wurde sich an diesem Nachmittag viel bewegt auf der Bühne, mal gingen welche und mal kamen Chormitglieder sozusagen im „rotierenden System“. Wieder war es voll auf der Bühne und der MGV Liederkranz Biblis performte „The Sound of Silence“ und „Barbara Ann“, der Seniorenchor Ludwgshafen „Der Jörgele mit seinem Örgele“ und „Rot ist der Wein“. Der MGV Liederkranz setzte fort mit „Can’t help falling in love“ und „Rock my soul“. Dann durfte Gaby Kiessling noch einmal beliebte Melodien auf ihrer Konzertzither spielen. „Butterfly“ und „Im Weinkeller“ hatte der GV Eintracht Einhausen für ihren Auftritt herausgesucht. Der MGV Liederkranz Biblis legte mit „Fernando“ von ABBA nach und zum Abschluss sangen alle Chöre „Klinge Lied, lange nach“. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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