Zwischen Küchentisch und Weltpolitik: Ernährung im Fokus der Gegenwartskunst
- Anca Benera & Arnold Estefán: Perpetual Harvest, 2023-2025, Ausstellungsansicht
- Foto: Michel Klehm, Courtesy of the artists
- hochgeladen von Julia Glöckner
Ludwigshafen. Wie wollen wir essen und leben – und welche Folgen hat das für Mensch, Umwelt und Gesellschaft? Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung „Politik am Küchentisch – Ernährung in der Gegenwartskunst“, die vom 23. Mai bis 4. Oktober im Wilhelm-Hack-Museum zu sehen ist.
Die internationale Gruppenausstellung nimmt die politischen, sozialen und ökologischen Fragen unserer Ernährung in den Blick. Was wir konsumieren, prägt uns durch kulturelle Verflechtungen und weil man "ist, was man isst" – zugleich beeinflussen unsere Entscheidungen Umwelt, Wirtschaft und gesellschaftliches Zusammenleben.
Zeitgenössische Künstler*innen untersuchen in ihren Arbeiten unter anderem Fragen nach Ressourcenverbrauch, globalen Produktionsketten, Ernährungsgerechtigkeit und zukünftigen Formen des Zusammenlebens. Zu sehen sind Werke von Anca Benera & Arnold Estefán, Arijit Bhattacharyya, Baran Caginli, Center for Genomic Gastronomy, Patricia Domínguez, Zhanna Kadyrova, Bianca Kennedy, Dominique Koch, Mary Maggic, Alicja Rogalska, Miriam Simun und Raul Walch sowie weiteren internationalen Positionen.
Kuratiert wird die Ausstellung von Julia Katharina Thiemann. Begleitend erscheint ein umfangreicher Katalog mit Beiträgen aus Kunst und Wissenschaft, unter anderem von Prof. Dr. Soyoung Q Park, Prof. Dr. Corine Pelluchon und Prof. Dr. Stefan Wahlen.
Eröffnet wird die Schau am Freitag, 22. Mai, um 18 Uhr mit der Performance „Baking Books“ des Künstlers Baran Caginli. Nach Grußworten von Museumsdirektor René Zechlin, Stefanie Kleinsorge aus der Stadtverwaltung und Anna Katharina Rapp von BASF führt ein Gespräch zwischen der Kuratorin und dem Ernährungssoziologen Prof. Dr. Stefan Wahlen in die Ausstellung ein. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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