Neuer Spielplan in Ludwigshafen: Staatsphilharmonie plant 174 Konzerte
- Der 1966 in Bonn geborene Michael Gassmann hat das Intendantenamt von Beat Fehlmann übernommen, der zur Musikakademie in Liechtenstein gewechselt ist. (Archivbild)
- Foto: Uwe Anspach/dpa
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Ludwigshafen. Mehr Konzerte in der Region, neue Formate und internationale Gastspiele. Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz hat ihren Spielplan für die Saison 2026/27 vorgestellt.
Insgesamt sind 174 Veranstaltungen an 43 Spielorten im In und Ausland geplant. Darunter befinden sich 90 Eigenveranstaltungen und 84 Gastkonzerte. Auch das junge Publikum bleibt im Fokus. 63 Konzerte richten sich an Kinder und Familien.
Für Intendant Michael Gassmann und Chefdirigent Michael Francis ist es die erste vollständig gemeinsam geplante Saison seit dem Amtsantritt des Intendanten im vergangenen Jahr. Das Orchester aus Ludwigshafen will damit Kontinuität sichern und zugleich neue künstlerische Impulse setzen.
Neues Festival eröffnet die Saison
Zum Start führt die Staatsphilharmonie ein neues Format ein. Unter dem Titel „Auftakt – Neue Wege“ bündelt das Orchester seine Programme in acht Konzerten zu Beginn der Spielzeit. Das Festival soll künftig jedes Jahr stattfinden und jeweils unter einem neuen Motto stehen.
Mehr Präsenz in der Region
Ein Schwerpunkt liegt auf einer stärkeren regionalen Verankerung. In Wörth am Rhein entsteht mit „Abo Apéro“ erstmals eine eigene Abonnementreihe im ländlichen Raum. Drei Konzerte pro Saison werden dort mit einem kulinarischen Angebot verbunden.
Auch das Musikfest Speyer wird erweitert. Die Ausgabe im Jahr 2027 widmet sich dem weniger bekannten Repertoire von Ludwig van Beethoven.
Chefdirigent prägt die Saison
Chefdirigent Michael Francis übernimmt eine zentrale Rolle. Er dirigiert 36 Konzerte sowie einen Tag der offenen Tür und eine öffentliche Probe. Auftritte sind unter anderem in Ludwigshafen, Mannheim, Mainz, Landau, Kaiserslautern und Speyer geplant.
In den Abonnementreihen stehen Werke von Gustav Mahler, Richard Strauss, Sergej Prokofjew und Ludwig van Beethoven auf dem Programm. In Ludwigshafen wirkt Schauspieler Sebastian Koch als Sprecher in Beethovens Schauspielmusik zu Goethes „Egmont“ mit.
In Mannheim kehrt zudem der frühere Chefdirigent Christoph Eschenbach für ein Konzert mit Anton Bruckners Zweiter Sinfonie zurück.
Gastspiele in großen Konzerthäusern
Neben den Konzerten in Rheinland Pfalz sind auch internationale Gastspiele geplant. Zusammen mit den Opernstars Diana Damrau und Jonas Kaufmann tritt das Orchester unter anderem in der Elbphilharmonie Hamburg, der Isarphilharmonie München und im Wiener Konzerthaus auf.
Organisatorisch gibt es ebenfalls Änderungen. In Ludwigshafen wird eine Abonnementreihe künftig ausschließlich sonntags um 11 Uhr angeboten. Sowohl das Freitags als auch das Sonntagsabo wachsen auf jeweils sechs Programme.
Nach Angaben des Orchesters reagiert die Staatsphilharmonie damit auf steigende Abonnentenzahlen und will zugleich ihre Bindung an den Standort Ludwigshafen stärken. dpa/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |